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Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

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Zur 7. Runde der Bereichsliga Nord Staffel 2 mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn gegen die 3. Mannschaft von Bad Mergentheim antreten. Da sich beide Teams mitten im Abstiegskampf befinden, würde für beide Seiten ein Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten.

Die Wichtigkeit dieses Spiels zeigte sich unter anderem dadurch, dass die Gastgeber ihre in dieser Saison bisher stärkste Aufstellung aufboten. Obwohl Buchen-Walldürn diesmal in voller Besetzung auswärts antreten konnten, waren sie angesichts der starken gegnerischen Aufstellung dennoch der leichte Außenseiter.

Dies bestätigte sich dann auch relativ früh in der Begegnung, da Ronald de Swart, der erst im Laufe der Saison nachgemeldet wurde und zu seinem ersten Einsatz für Buchen-Walldürn kam, an Brett 8 gegen Elena Brunkhardt verlor. Aufgrund fehlender Routine im Mannschaftskampf übersah er eine Taktik, die ihn einen Springer kostete. Diesen Nachteil konnte er gegen eine souverän agierende Gegnerin dann nicht mehr wettmachen.

Auch nicht besser machte es Markus Dosch, der gegen den erfahrenen Dr. Lew Lipstein schon in der Eröffnung Probleme mit der Konstellation seiner Figuren hatte, die sein Gegenüber auszunutzen wusste. Nach dem Verlust einer Qualität und eines Bauers war die Stellung nicht mehr zu halten und er gab sich geschlagen.

Danach endete das Duell am Spitzenbrett zwischen Hans Leidecker und Berthold Riegel, die sich in einem remislichen Turmendspiel wiederfanden. Vorher versuchten beiden Seiten in einer taktisch geführten Partie zu Vorteilen zu kommen, was aber keinem der beiden wirklich gelang, weshalb man sich zu Recht auf ein Remis einigte.

Ebenfalls Remis endete anschließend die Partie zwischen Stefan Dosch und Arinna Riegel an Brett 3. Beide Kontrahenten vermieden riskante Varianten und fanden sich nach diversen Abtauschen in einem Damenendspiel mit gleicher Anzahl an Bauern und vergleichbarer Bauernstruktur wieder, wodurch beide keine realistischen Gewinnideen mehr hatten.

Aus den letzten 4 noch laufenden Partien mussten für die Gäste somit mindestens 3 Punkte her, damit man an diesem Tag noch etwas Zählbares mit nach Hause genommen werden könnte. Die letzten Hoffnungen wurden dann allerdings schnell zunichte gemacht, da sowohl Martin Frei als auch Bernhard Meixner ihre Partien verloren und dadurch die Mannschaftsniederlage besiegelten.

Martin Frei verpasste es in einer Stellung mit entgegengesetzten Rochaden, konsequenter seinen Angriff auf den gegnerischen König auszuführen, um die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Stattdessen kam er selbst mehr und mehr in Bredouille, da auch sein Gegner Bernhard Schlosser seinen König unter Druck setzte und später dann durch einen Fehlzug des Walldürners zu klarem Vorteil kam.

Auch Bernhard Meixner hatte zwischenzeitlich eine sehr vielversprechende Stellung auf dem Brett, patzte dann allerdings bei einem Zug und schenkte seinem Gegner einen Läufer. Zwar war die entstandene Stellung noch nicht völlig hoffnungslos, doch angesichts seines  Aussetzers fiel es ihm danach schwer, sich auf die Partie zu konzentrieren, weshalb auch in dieser Begegnung kein Punkt für die Walldürner herauskam.

Joachim Münch und Bastian Röse konnten im Anschluss dann ihre Partien für sich entscheiden, mehr als Ergebniskosmetik war dies leider nicht mehr. Joachim Münch kam in der Eröffnung ein wenig unter Druck, konnte aber durch die nicht korrekte Fortführung seines Gegners zu zwei Bauern Vorteil kommen, was er später souverän in einen vollen Punkt ummünzte. In der Begegnung zwischen Bastian Röse und Charles-Roy Reiser griff der Bad Mergentheimer im Endspiel fehl und schlug einen vermeintlich ungedeckten Bauern. Er übersah jedoch den daraus resultierenden Verlust einer Qualität, weshalb das entstandene Endspiel aufgrund seiner  schlechten Bauernstruktur nur schwer zu halten war, was ihm auch nicht gelang.

Das Endergebnis lautete somit 3:5 aus Sicht der Walldürner, wodurch sie sich auf Platz 7 wiederfinden und von Bad Mergentheim, die ihrerseits nun 6. sind, überholt wurden. Die nächsten beiden Begegnungen finden gegen Eppingen und Wiesloch-Baiertal statt, die sich aktuell beide noch hinter Buchen-Walldürn auf den direkten Abstiegsplätzen befinden, wodurch man den Klassenerhalt weiterhin in der eigenen Hand hat.




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