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Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

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Am 6. Spieltag der Bereichsliga Nord Staffel 2 empfing der SK Buchen-Walldürn die Schachfreunde aus Steinsfurt. Die Gäste traten dabei mit ihrer Bestbesetzung an, weshalb sie als klarer Favorit in dieses Duell gingen.

Der Favoritenrolle wurden sie auch schnell gerecht, da Martin Frei gegen Stefan Butschbacher verlor. Beim Abtausch mehrerer Figuren übersah er einen Qualitätsverlust und verlor zudem einen Bauern, was sich sein spielstarker Gegner dann nicht mehr nehmen ließ.

Auch nicht besser lief es für Edgar Müssig in seinem ersten Einsatz in einem Mannschaftsspiel. Zwar konnte er seine Partie gegen Hans-Jürgen Müller lange offen gestalten und durch sein zügiges Spiel den Gegner ein wenig unter Druck setzen, doch unterliefen ihm im weiteren Verlauf ein paar kleinere Ungenauigkeiten, die sein im Mannschaftskampf wesentlich erfahrenerer Kontrahent auszunutzen wusste.

Der Rückstand wuchs durch die Niederlage von Markus Dosch weiter an. Mit den schwarzen Figuren konnte er in der französischen Verteidigung Druck auf den weißen Königsflügel ausüben, doch fand sein Gegner stets die korrekten Verteidigungszüge. Trotz zahlreicher Versuche fand der Walldürner keinen Gewinnweg, später konnte sein Gegner dann einige Figuren abtauschen und stand am Ende mit einem Mehrbauern und besserer Stellung da und münzte diesen Vorteil in einen weiteren vollen Punkt für die Gäste aus Steinsfurt um.

Die 4. Partie endete mit der 4. Niederlage für die Walldürner. An Brett 6 musste sich Reiner Bechtold mit dem starken Christian Jendel messen, der an diesem Tag auf dem Papier der zweitstärkste Spieler der Steinsfurter war und eine um über 600 Punkte höhere DWZ aufweisen konnte. Der Walldürner konnte die Partie lange ausgeglichen gestalten, doch wusste sein Gegner sein Läuferpaar im Endspiel gekonnt zu nutzen. Da es ihm zusätzlich gelang, zwei verbundene Freibauern zu erhalten, war es am Ende eine klare Angelegenheit.

Damit war für Steinsfurt das Mannschaftsunentschieden bereits gesichert, doch die Gastgeber gaben so schnell nicht auf.

Ein vielversprechender Anfang gelang Bastian Röse, dessen Gegner Benno Fuchs eine Läufergabel übersah, woraufhin er nicht nur einen Bauern verlor, sondern auch unter großen Druck geriet, weshalb ihm nur noch wenig Raum zum Manövrieren blieb. Dass beide Spieler mit wenig Zeit auf der Uhr zu kämpfen hatten, machte die taktisch komplizierte Stellung nicht gerade einfacher zu handhaben. Der Walldürner behielt jedoch einen kühlen Kopf, fand die korrekte Fortsetzung und zwang seinen Gegner so zur Aufgabe.

Die nächste Partie endete dann allerdings mit einem Unentschieden und besiegelte damit die Niederlage für Buchen-Walldürn. Am Spitzenbrett bot Hans Leidecker seinem Gegner stets Paroli, konnte sich jedoch zu keinem Zeitpunkt einen eindeutigen Vorteil erspielen. Nachdem er einen nicht ungefährlichen Angriff auf seinen König erfolgreich vereitelte, einigte man sich in ausgeglichener Stellung auf ein Remis.

Ein weiteres Remis folgte wenig später an Brett 3, wo Stefan Dosch zwar in einem Läuferendspiel einen Bauern im Vorteil war,  die auf beiden Flügeln geschlossene Stellung jedoch nicht öffnen konnte. Er versuchte es dennoch, stellte dem Gegner zudem eine Falle, doch behielt dieser den Überblick und  verteidigte alles souverän, weshalb das Remis nicht mehr zu verhindern war.

Die letzte noch laufende Partie kämpfte Joachim Münch an Brett 2 gegen Achim Jenisch aus. Durch einen gut durchdachten Angriff mit folgendem Figurenabtausch kam er zu zwei Mehrbauern, die allerdings am Königsflügel isoliert waren. Im resultierenden Endspiel mit Turm und Springer auf beiden Seiten musste er mehrmals aufpassen, nicht mattgesetzt zu werden, was ihm souverän gelang. Später konnte er dann die Springer abtauschen, woraufhin die entstandene Stellung für seinen Gegner nicht mehr zu halten war und aufgab.

Die Begegnung endete somit 3:5 aus Sicht von Buchen-Walldürn, was angesichts der höheren Spielstärke von Steinsfurt so auch zu erwarten war.

Die Tabelle nach dem 6. Spieltag zeigt eine Zweiklassengesellschaft. Auf Rang 5 und 6 stehen dort die beiden heutigen Kontrahenten, doch rangiert der SF Steinsfurt mit 8 Punkten auf Rang 5, der SK Buchen-Walldürn hingegen mit lediglich 3 Punkten auf Rang 6. Den Klassenerhalt hat man jedoch weiterhin selbst in der Hand, da die 3 noch verbleibenden Partien allesamt gegen Mannschaften aus der unteren Tabelle und somit direkten Konkurrenten um die Nichtabstiegsplätze stattfinden werden.

 

 




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