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Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

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Am 4. Spieltag der Bereichsliga Nord Staffel 2 empfing der SK Buchen-Walldürn den Tabellenzweiten aus Paimar, die in dieser Saison noch ohne Punktverlust geblieben sind. Vor der Begegnung rechneten sich die Walldürner, die die ersten 3 Spieltage allesamt Unentschieden spielten, wenige Chancen auf den 1. Saisonsieg aus, da Paimar in Bestbesetzung  eine Nummer zu groß ist. Da bei den Gästen etwas überraschend die beiden Spitzenbretter ausfielen, war ein Heimsieg dann doch im Bereich des Möglichen.  

Die Erwartungen erfuhren jedoch einen ersten Dämpfer, nachdem Markus Dosch gegen Holger Kuhn sich beim Abtausch mehrerer Figuren verrechnete und am Ende mit einem Springer weniger dastand. Diesen Vorteil gab Kuhn dann natürlich nicht mehr aus der Hand.

Der Ausgleich gelang wenig später durch Martin Frei, der sich schon in der Eröffnung materiellen Vorteil in Form zweier Bauern erspielen konnte und zudem den vollkommen offenen Damenflügel kontrollierte. Dem hatte sein Gegner nichts entgegen zu setzen, verlor weiter an Boden und gab schlussendlich auf.

Einen erneuten Rückschlag mussten die Walldürner ein wenig später durch die Niederlage Reiner Bechtolds hinnehmen, der in seiner Partie schon früh einen Bauern einstellte. Diesen konnte er zwar zwischenzeitlich zurückerobern, jedoch unterlief ihm darauf in einer taktisch geprägten Partie ein Fehler, den er nicht mehr beheben konnte und er verlor die Partie.

Nicht besser erging es leider dem Nachwuchstalent Simon Weber an Brett 8, der seinem erfahrenen Gegner Walter Hirsch lange Zeit die Stirn bieten konnte. In einer weitestgehend ausgeglichenen Stellung unterschätzte er jedoch den Angriff auf seinen König, was Hirsch dazu nutzte, mit Dame und Turm den weißen König ins Matt zu manövrieren.

Die nächste Partie endete am Spitzenbrett zwischen Hans Leidecker und Peter Martin mit einem Unentschieden. In einem ausgeglichenen Endspiel sah keiner der beiden einen realistischen Gewinnweg, weshalb man sich auf ein Remis einigte.

Der Zwischenstand lautete somit 1,5:3,5 aus Sicht der Walldürner, was bedeutete, das aus den letzten 3 noch laufenden Partien mindestens 2,5 Punkte erzielt werden mussten, um etwas zählbares aus dieser Begegnung mitzunehmen.

Einen vielversprechenden Anfang machte Joachim Münch an Brett 2, der eine komplexe Stellung durch zahlreiches Abtauschen korrekt vereinfachte und am Ende mit einem Mehrbauern dastand. Durch geschicktes  Zusammenspiel mit Springer und Turm konnte er seinen Kontrahenten, der mit Läufer und Turm dagegenhalten musste, immer weiter in Bedrängnis bringen und gewann dadurch einen weiteren Bauern, woraufhin sein Gegner resignierte.

An Brett 4 einigten sich Bastian Röse und Ralph Becker auf ein Remis, da beide Seiten nur noch ein Dauerschach als Option hatten. Die Partie von Anfang bis Ende ausgeglichen gewesen, weshalb sich beide mit diesem Unentschieden zufrieden geben konnten.

Nun lag es an Stefan Dosch, in der letzten noch laufenden Partie durch einen Sieg ein erneutes Unentschieden für Buchen-Walldürn zu erreichen. Lange Zeit sah dies sehr vielversprechend aus, da er in der Eröffnung einen Bauern gewinnen und seinen Springer + Läufer gegen Bauer + Turm eintauschte, was ihm einen klaren Bauernvorteil verschaffte, den er dazu nutzte, den Gegner mehr und mehr einzukesseln. Zwei weitere Bauern kamen aufgrund eines guten Angriffs hinzu und Dosch sah beinahe schon wie der sichere Sieger aus. Leider übersah er bei einem Abtausch ein Zwischenschach, wodurch er einen Turm kompensationslos einstellte. Da sein Gegner zudem über das Läuferpaar verfügte, war nun die Niederlage des Walldürners kaum noch abzuwenden. Zu seinem Glück ließ Arno Bieger dann einen Läufer einfach stehen, woraufhin eine ausgeglichene Stellung entstand, weshalb man sich auf ein Remis einigte.

 

Dies bildete den Schlusspunkt einer ereignisreichen Begegnung, bei der am Ende die Walldürner mit einer 3,5:4,5 Niederlage ohne Punkte dastehen. Die Niederlage dürfte jedoch verschmerzbar sein, da man sich vor der Begegnung sowieso keine Hoffnung auf einen Sieg gemacht hatte. 




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