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Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

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Nachdem der SK Buchen-Walldürn die ersten zwei Heimspiele zu Hause absolvieren durfte, ging es in Runde 3 der Bereichsliga Nord Staffel II zu den Schachfreunden nach Heidelberg. Leider gab es zahlreiche Ausfälle zu beklagen, weshalb die Reise mit lediglich 5 Spielern angetreten werden musste, was somit noch vor Beginn der Partien einen kampflosen 0:3-Rückstand bedeutete.

Die Partien starteten zunächst eher ruhig, bis Stefan Dosch mit einem Figurenopfer einen starken Angriff initiierte. Später opferte er zudem noch eine Qualität, konnte aber dadurch den gegnerischen König weiter in Bedrängnis bringen und später, durch Zusammenarbeit aller ihm noch verbliebenen Figuren, seinen Gegner einen Zug vor Matt zur Aufgabe zwingen.

Den zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand konnte Bastian Röse mit einem Sieg weiter verkürzen. In einer für ihn leicht vorteilhaften Stellung unterlief seinem Kontrahenten ein Fehler, der zunächst nur einen Bauernverlust bedeutete. Da im weiteren Verlauf der Partie noch zwei Bauern hinzukamen, gab sich der Heidelberger Ulf Engel geschlagen.

Am 2. Brett remisierte Joachim Münch in einem Endspiel mit gleichfarbigen Läufern und Dame, da beide Seiten zu Recht keine Gewinnidee hatten.

Da auch die beiden letzten noch laufenden Partien ebenfalls eher vorteilhaft für die Gäste aussahen, konnte man sich berechtigte Hoffnungen auf einen vor Partiebeginn für nahezu unmöglich gehaltenen Auswärtssieg  machen.

Markus Dosch behandelte ein reines Bauernendspiel besser als sein Gegner Werner Alle, wodurch beide zwar einen Bauern zur Dame umwandelten, Markus Dosch jedoch zwei Bauern im Vorteil war. Nun musste er versuchen, seinen König vor den zahlreichen Schachmöglichkeiten der Dame zu beschützen, um seinen Bauernvorteil zum Sieg nutzen zu können, was ihm souverän gelang. Der volle Punkt bedeutete den 3,5:3,5-Ausgleich, wodurch erst durch die letzte noch laufende Partie die Entscheidung fallen sollte.

Zwischenzeitlich hatte sich dort Hans Leidecker am Spitzenbrett einen Qualitätsvorteil erspielt, den er allerdings unter großem Druck auf  dem Königsflügel wieder hergeben musste. Anschließend bot er sein ganzes schachliches Können auf und räumte mit seinem Springer, unter dem geschickten Zusammenspiel mit Dame und  Turm, einen Bauern nach dem anderen ab, sodass er später 4 Bauern im Vorteil war. Auch der gegnerische König befand sich in einer schlechten Position, weshalb das Matt eigentlich nur noch eine Frage von wenigen Minuten sein konnte. Hans Leidecker übersah jedoch eine sich bietende Mattmöglichkeit und sein Gegner nutze die letzte sich ihm bietende Chance auf ein Dauerschach erfolgreich, weshalb man sich nach über 5,5 Stunden Spielzeit auf ein Remis einigte.

 

Das Endergebnis lautete somit 4:4, was bei lediglich 5 verfügbaren Spielern ein großer Erfolg ist und im Kampf um den Klassenerhalt noch sehr wertvoll werden kann. Erstaunlicherweise war sogar ein Sieg zum Greifen nahe, eine kleine und angesichts der Spielzeit verständliche Unaufmerksamkeit seitens Hans Leideckers verhinderte jedoch einen historischen Auswärtssieg.




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