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Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

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Zur sechsten Runde in der Bereichsliga Nord Staffel II wartete für die Spieler des SK Buchen-Walldürn der Tabellenführer SC Rohrbach-Boxberg. Da man nur mit 6 Spielern die Fahrt nach Heidelberg antreten musste und zudem an nahezu allen Brettern die auf dem Papier schwächeren Spieler stellte, wäre alles andere als eine Niederlage eine große Überraschung.

Die klar favorisierten Gastgeber bauten ihren kampflos bedingten 2:0-Vorsprung sogar noch weiter aus, da an Brett 6 Martin Frei gegen Dr. Peter Höpner verlor. Dieser hatte auf dem halboffenen Damenflügel einfach die besser postierten Figuren und nutzte dies gekonnt aus. Mit 2 Bauern weniger übersah Martin Frei dann noch eine Gabel und gab auf.

Besser lief es für Markus Dosch, der aus der Eröffnung heraus mit leichten Vorteilen ins Mittelspiel übergehen konnte. Diese Vorteile erwiesen sich allerdings als zu gering. Nach dem Abtausch aller Leichtfiguren verblieben beide Spieler mit 2 Türmen + Dame und einigen Bauern. Da beide keine Schwächen in ihrer Bauernstruktur hatten, war ein klarer Gewinnweg nicht auszumachen und man einigte sich auf Remis.

Das nächste Remis folgte durch Mannschaftsführer Stefan Dosch. Dieser kam deutlich besser aus der Eröffnung heraus, hatte gefährliche Angriffsmöglichkeiten und konnte zudem die Rochade des Gegners verhindern, sodass dieser einen eingesperrten und somit nahezu nutzlosen Turm hatte. Allerdings war die Stellung nie einfach zu spielen, denn auch sein Gegner hatte einige Optionen auf gefährliches Gegenspiel, weshalb Stefan Dosch mit relativ wenig Zeit auf der Uhr ein Remis anbot, um einen durch Zeitnot bedingten Patzer zu vermeiden. Dieses nahm sein Gegner erleichtert an, da er selbst nur wenig Hoffnung auf einen für ihn positiven Ausgang hatte.

Der erste und einzige Sieg für die Gäste erfolgte durch Bastian Röse. Dieser musste mit Schwarz in einer ihm unbekannten Variante des Budapester Gambits die richtigen Züge finden. Zwar hatte er wenig Raum, um seine Figuren zu manövrieren, doch hatte sich sein Gegner selbst einige kleine Schwachstellen erzeugt, die ausgenutzt werden konnten.  Durch eine schöne Kombination gewann er nebst Bauern noch eine Qualität, was nach Abtausch der Schwerfiguren in einem leicht zu gewinnenden Endspiel mündete.

Am Spitzenbrett überzeugte Hans Leidecker gegen die starke Polina Zilberman. Zwar musste er sich mit 2 Springern gegen das eigentlich stärkere Läuferpaar erwehren, doch gelang ihm dies souverän. Die gegnerischen Angriffe konnte er stets vereiteln und gewann selbst einen Bauern, sodass die Vorteile auf seiner Seite waren. Dann übersah er jedoch, dass sich eine Stellung zum dritten Mal wiederholte, wodurch seine Kontrahentin zu Recht ein Remis reklamierte und somit die eventuelle Niederlage verhinderte.

Direkt danach endete auch die letzte Partie des Tages zwischen Joachim Münch und Klaus Seeger. Dem Topscorer der Walldürner unterlief zwar ein ungewohnter Patzer, wodurch er einen Bauern verlor, doch konnte er seine Stellung dennoch stabil halten und gleichzeitig Gegenspiel erzeugen, wodurch er später diesen wieder zurück gewann. Da beide Seiten dann keinen klaren Gewinnweg mehr sahen und der Mannschaftssieg für Rohrbach-Boxberg bereits feststand, einigte man sich kurzerhand auf Remis.

Mit diesem Sieg bleibt Rohrbach-Boxberg an der Tabellenspitze, wohingegen der SK  Buchen-Walldürn weiterhin in der Nähe der Abstiegsplätze verbleibt. Mit dem 3:5 kann man allerdings angesichts des starken Gegners und mit leidglich 6 Spielern durchaus zufrieden sein.




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