Company Logo
Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

Login Form

 

Schachklub Buchen-Walldürn vor Bereichsligasaison

 

 

 

Der Schachklub Buchen-Walldürn startet auch in der neuen Saison 2014/2015 in der Bereichsliga Heidelberg-Odenwald. Der Klassenerhalt war durch den kurzfristigen Rückzug einer Mannschaft aus der Landesliga möglich. Obgleich dies im ersten Moment ein Grund zur Freude war, so brachte es auch einen unschönen Beigeschmack, da durch die kurzfristige Benachrichtigung eine Suche nach Verstärkung nicht mehr möglich war.

 

In der Vorbereitungsphase zum Saisonstart nahmen Spieler des Schachklubs Buchen-Walldürn an drei verschiedenen Turnieren teil.

 

Beim Oliver Wiegand Gedächtnisturnier in Buchen blieb Bastian Röse mit 3,5 Punkten aus 9 Partien etwas hinter den Erwartungen zurück. Markus Dosch erwischte ein starkes Turnier. Am Ende erspielte er sich den zehnten Tabellenplatz, ergatterte eine Remis gegen Fidemeister Clara (Elo 2335) und ließ mit 5,5 Punkten manchen Spieler aus höheren Mannschaftsspielklassen hinter sich.

 

Drei Spieler (Hans Leidecker, Markus Dosch und Stefan Dosch) waren beim Schützenmarkt-Schnellschachturnier aktiv. Hans Leidecker erreichte mit 5,5 Punkten aus 9 möglichen den neunten Tabellenplatz, wobei mit etwas besseren Konstellationen mehr möglich gewesen wäre. Markus Dosch hatte am Ende 5 Punkte auf seinem Konto und heimste sich den Ratingpreis (unter 1600 DWZ) ein. Auch sein Bruder Stefan Dosch konnte sich über einen Ratingpreis (unter 1800 DWZ) erfreuen. Auch sein abschließendes Ergebnis (sechster Tabellenplatz) war eine gute Leistung.

 

Alexander Dosch war in Rheinland-Pfalz mit seinem Abschneiden bei einem Schnellschachturnier in Ingelheim zufrieden. Bei dem sieben Runden Turnier gelang ihm ein Sieg gegen den an Brett zwei für Ingelheim spielenden Gegenüber. In der sechsten Runde spielte er eine zufriedenstellende Partie am ersten Brett gegen den späteren Turniersieger F.Meyer (über 2100 DWZ), welche er aber doch abgeben musste. Zuvor hatte A.Dosch bereits gegen F. Marius (1.Rheinland-Pfalz Liga) verloren, so das er nicht mehr um den Titel mitspielen konnte. Dennoch erreichte er am Ende den fünften Platz mit 4 aus 7 möglichen Punkten, da er ein hohe Buchholzwertung vorweisen konnte (er spielte gegen die Spieler der Plätze 1-3).

 

Nun bleibt es abzuwarten, ob die Spieler aus Buchen-Walldürn diese Form beibehalten, was ein Klassenerhalt in der Bereichsliga ermöglichen könnte.

 

SF Rot – SK Buchen/Walldürn

 

Am letzten Spieltag der Bezirksliga Nord Staffel II trafen mit den Schachfreunden aus Rot und dem Schachklub Buchen/Walldürn zwei potentielle Absteiger in Rot aufeinander. Die Walldürner brauchten zum Klassenerhalt mindestens ein Unentschieden, wären damit aber auf Schützenhilfe anderer Mannschaften angewiesen. Ein Sieg wiederum würde den sicheren Ligaverbleib garantieren, im Gegenzug aber Rot gefährden.

Die ersten Vorteile in der Stellung konnte sich Michael Ehrle ziemlich früh in der Begegnung sichern, da er zusätzlich zu einem Bauerngewinn noch die Rochade des Gegners verhinderte. Im weiteren Verlauf gelang es ihm allerdings nicht, die Schärfe aus der Stellung zu nehmen und musste sich eines starken Gegenangriffs erwehren. Dabei übersah er die Mattvariante und musste somit nach kaum mehr als einer Stunde Spielzeit die erste Niederlage hinnehmen.

Nicht viel besser aus Sicht der Gäste lief es für Hans Leidecker am Spitzenbrett, der in ausgeglichener Stellung einen simplen Springerzug übersah, der den Verlust eines Läufers forcierte. Dieser schnelle 2:0-Rückstand machte die Aufgabe für die Walldürner nicht gerade leichter und die ersten sahen die Hoffnung bereits schwinden, denn keine der noch laufenden Partien sah wirklich positiv aus.

Den ersten Halbpunkt erspielte sich dann Joachim Münch, der sich in einem Turm-Springer-Endspiel in der defensiven Rolle wiederfand und daher das Remisangebot seines Gegners annahm. Nach der turbulenten Anfangsphase beruhigte sich die dann Situation vorerst, was sich aber nur als die Ruhe vor dem Sturm herausstellen sollte.

Mit einem Mehrbauern befand sich Bastian Röse in einer passiven Stellung wieder und hatte dabei nur noch wenig Bedenkzeit, um die notwendigen Züge zur ersten Zeitkontrolle zu machen. Sein direkter Nachbar, Alexander  Dosch, befand sich ebenfalls in Zeitnot, hatte aber dafür seinen Gegner in große Bedrängnis gebracht und versuchte nun, seine Vorteile in einen vollen Punkt umzumünzen.

Bastian musste sich Zug um Zug seines immer aggressiver  spielenden Gegners erwehren, der aber ebenfalls in Zeitnot geriet und ein Wenig übermütig einen Turm und einen Springer opferte, um die Verteidigung zu brechen. Seine Ideen waren dabei alles andere als korrekt, was ihn nach einigen Abtauschen mit deutlich weniger Material zur Aufgabe bewegte, da Bastian den notwendigen 40. Zug mit lediglich sieben Sekunden auf der Uhr machte.

 Währenddessen musste Alexander mit ansehen, wie seine schöne Stellung mehr und mehr auseinanderbrach und seinem Gegner trotz schwindender Zeit die korrekte Fortführung der Partie gelang. Den 40. Zug führte dieser mit gerade einmal vier Sekunden restlicher Bedenkzeit aus, gewann dadurch eine weitere Stunde für den Rest der Partie und brachte seine mittlerweile erspielten Vorteile nach Hause.

Nun stand es also 3,5:1,5 aus Sicht der Gastgeber, weshalb aus den letzten drei laufenden Partien mindestens 2,5 Punkte erzielt werden mussten, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu gewährleisten. Dies schien aber ziemlich aussichtslos, denn lediglich Markus Dosch konnte ein paar Vorteile aufweisen, wohingegen Stefan Dosch mit einer Qualität weniger arbeiten musste. Den ersten Schritt vollzog allerdings Bernhard Meixner, der sich mit seinem Gegner in einem komplett ausgeglichenen Damenendspiel auf ein Remis einigte.

Nicht viel später musste auch Markus Dosch einsehen, dass sein Endspiel nicht mehr zu gewinnen war, da er die Umwandlung eines Bauern nur noch mit einem Dauerschach verhindern konnte. Dadurch wurde die Niederlage besiegelt und der Abstieg stand fest. Stefan Dosch konnte sich aus seiner Stellung befreien und nutzte die Fehler seines Gegners zum Sieg, am Ausgang der Begegnung änderte das allerdings nichts mehr.

Da an diesem Tag mit Mosbach und Baiertal-Schatthausen die beiden anderen Abstiegskandidaten ebenfalls verloren, hätte ein Mannschaftsunentschieden bereits gereicht, um auch zur neuen Saison in der Bezirksliga spielen zu dürfen. Dass man gerade einmal vier Sekunden davon entfernt war, mussten die Gäste bei der Heimfahrt ernüchtert feststellen.

Nichtsdestotrotz zog sich Buchen/Walldürn als nominell schwächste Mannschaft der Liga achtbar aus der Affäre und wird den direkten Wiederaufstieg in Angriff nehmen.

 

                                              SK Buchen/Walldürn I – SC Mosbach II

 

Am Sonntag, den 09.03.2014, kam es in Mosbach zwischen den Schachvereinen aus Mosbach und Walldürn zum Abstiegsgipfel. Dabei ging der bis dato Tabellenletzte aus Walldürn als Sieger nach Hause.

Durch den sehr schnellen Sieg von Bernhard Meixner, der eine Qualität Vorsprung und zudem noch weiteren Materialgewinn in Aussicht hatte, konnte man ein Wenig beruhigter aufspielen. Auch das Remis von Leo Daitche war für die Gäste ein gutes Ergebnis. Die Euphorie wurde dann allerdings durch die Niederlage von Michael Ehrle gebremst, der gegen den sehr genau und überlegt spielenden Arno Huth weiter und weiter ins Hintertreffen geriet und am Ende den entscheidenden Fehler beging.

Der anschließende Sieg am Spitzenbrett von Hans Leidecker, der einen Mehrbauern gekonnt auszunutzen wusste, wurde nur kurze Zeit später wieder durch Stefan Doschs‘ Niederlage ausgeglichen. Er konnte sich zwar noch etwas aus einer schlechten Stellung herausmogeln und verlangte dem in großer Zeitnot agierenden Sebastian Hoffmann alles ab, indem er einen Trick nach dem anderen versuchte, doch am Ende war es vergebene Mühe.

Beim Spielstand von 2,5:2,5: neigte die Waage allerdings leicht zugunsten der Gäste, denn in den drei verbliebenden Partien hatte man die bessere Stellung auf dem Brett.

Als erster brachte Markus Dosch seinen Vorteil ins Ziel, der wie Hans Leidecker einen Mehrbauern besaß und Zug für Zug seinen Gegner mehr unter Druck setzen konnte. Das Mannschaftsunentschieden sicherte dann Bastian Röse, der zwar eine klar gewonnene Partie noch verspielte, allerdings mit einem Remis noch mit einem blauen Auge davonkam. Den Schlusspunkt setzte Joachim Münch, der sich mit seinem Gegenüber über knapp sechs Stunden duellierte. Sehr geschickt  erzwang er mit seinem Läuferpaar den entscheidenden Verlustzug und brachte dann seinen Vorteil nach Hause, gewann aber noch vor dem Matt durch das Ablaufen der Zeit seines Gegners.

Mit dem Endstand von 5:3 können die Walldürner erstmals in dieser Saison den letzten Platz und zudem noch die Abstiegszone verlassen.

 

                                                               Buchen/Walldürn – Walldorf II

 

Am vorletzten Spieltag der Bereichsliga Nord Staffel II empfing der SK Buchen/Walldürn die zweite Mannschaft des SV Walldorfs, den Tabellenführer. Dabei gingen die Gäste als deutlicher Favorit in die Begegnung.

Die Unterschiede in der Spielstärke machten sich allerdings lange Zeit nicht bemerkbar, was an eigentlich jedem Brett ausgeglichene Stellungen zur Folge hatte. Dies sollte jedoch nur die Ruhe vor dem Sturm sein, denn innerhalb weniger Minuten mussten die Gastgeber einen deutlichen Rückstand hinnehmen. Den Beginn dazu leitete Michael Ehrle ein, bei dem sich die Niederlage allerdings schon früher abgezeichnet hatte, da seine Stellung von Zug zu Zug schlechter und konsequent von seinem Gegner ausgenutzt wurde.

Weiter ging es mit Stefan Dosch, der sich mit seinem Gegner auf ein Remis einigte, da es für beide Seiten schwierig war, gute Ideen zu entwickeln. Leider musste dann auch noch Leo Daitche eine Niederlage hinnehmen, obwohl er seinem Gegner eine Qualität abnehmen konnte und die daraus entstehende Stellung gut für ihn aussah.

Zudem hatte auch Hans Leidecker große Probleme, da er bei einer verlustreichen Abwicklung am Ende zwei Bauern weniger als sein Gegner auf dem Brett wiederfand. Zwar war noch nicht jegliche Hoffnung für ihn verloren, aber er musste um ein Remis kämpfen.

Nach diesem deutlichen Rückstand sah es für die Walldürner schon ziemlich düster aus, denn in keiner der noch laufenden Partien hatte man eine vorteilhafte Stellung auf dem Brett. Die nächste Niederlage folgte prompt, als Bastian Röse einen Bauernzug des Gegners unterschätzte, der ihm sogleich die Partie kostete. Wenig später machte dann Martin Frei die Niederlage perfekt, da er in Zeitnot agierend nicht die korrekten Züge fand. Die übrigen Partien dienten nur noch dazu, eine noch höhere Niederlage zu verhindern.

Joachim Münch konnte sich den entscheidenden Vorteil erspielen, indem er die Zeitnotphase seines Gegners auszunutzen wusste und dadurch beim entstehenden Endspiel mit einem Mehrbauern agieren konnte, was er auch in den einzigen vollen Punkt des Tages ummünzte. Der erwarteten Niederlage von Hans Leidecker folgte noch das Remis von Markus Dosch, der sich mit seinem Gegner von Anfang bis Ende ein absolut ausgeglichenes Duell lieferte und schlussendlich auf ein Remis einigte.

Die 2:6-Niederlage und der gleichzeitige Sieg von Baiertal-Schatthausen befördert den SK Buchen/Walldürn auf den vorletzten Platz, womit man sich vor dem anstehenden neunten und letzen Spieltag gegen Roth wieder in der Abstiegszone befindet.

 

SK Buchen/Walldürn I – SK Mühlhausen I

 

Sonntag, den 16.02.2014. Am 6. Spieltag empfing der SK Buchen/Walldürn die Mannschaft aus Mühlhausen im Haus der offenen Tür in Walldürn. Da man in Bestbesetzung antrat und zugleich bei den Gästen einige starke Spieler nicht angereist waren, rechnete man sich gute Chancen auf den 2. Heimsieg in Serie aus.

In einer etwas chaotischen Partie gab sich Michael Ehrle Mühe, einen Vorteil herauszuspielen. Da ihm dies nicht gelang, einigte er sich mit seinem Gegner auf ein Remis. In Rückstand geriet man, als Martin Frei, der mit dem Königsgambit eröffnete,  mehr und mehr in die Defensive gezwungen wurde und letzten Endes eine Figur und dadurch die Partie verlor.

Nicht viel besser wurde es für die Gastgeber, als sich Hans Leidecker am Spitzenbrett gegen den starken  Rudolf Mandl geschlagen gab. Durch zwei gefährliche Bauern geriet er so stark unter Bedrängnis, dass er dagegen einen Springer tauschen musste, was in eine verlorenen Stellung mündete.

Hoffnung keimte wieder auf, als Markus Dosch seinen Gegner zur Aufgabe zwang, nachdem er gekonnt die Fehler in dessen Stellung ausgenutzt hatte. Lange währte die Zuversicht allerdings nicht, denn Joachim Münch war nicht in der Lage, die komplizierte Stellung mit sehr wenig Zeit auf der Uhr korrekt fortzusetzen und sah ein, dass die Partie für ihn nicht mehr zu gewinnen war.

Wenig später verlor auch Stefan Dosch, da sein Königsangriff langsamer war als der seines Gegners. Die dadurch entstandenen Nachteile konnte er nicht mehr kompensieren und machte die Niederlage der Walldürner endgültig.

In einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern einigte sich Bastian Röse auf Remis, nachdem er eine zuvor vorteilhafte Stellung durch einige fehlerhafte Züge zunichte gemacht hatte. Auch Alexander Dosch bot seinem Gegenüber Remis, da der Ausgang der Partie keinerlei Einfluss mehr auf das Endergebnis hatte.

Die 2,5:5,5-Niederlage ist für die Gäste ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, rechnete man sich doch vor Partiebeginn zumindest ein Unentschieden aus. Somit bleibt man auch weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, hat aber noch drei Möglichkeiten, der Abstiegszone zu entfliehen.




Powered by Joomla!®. Valid XHTML and CSS.