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Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

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Der Walldürner Schachklub trat am Freitag im Mannschaftspokal des Bezirks Odenwald/Tauber zu Hause gegen die erste Mannschaft der Schachfreunde Bad Mergentheim an.

Von Anfang hatte hatten die Walldürner wenig Hoffnung das Halbfinale zu gewinnen, zumal die Walldürner auch ersatzgeschwächt antraten. Am Spitzenbrett wehrte sich Stefan Dosch gegen den erfahrenen Spieler aus der zweiten Liga, Bernd Reinhardt. Aber am Ende musste der Walldürner Mannschaftsführer doch die Segel streichen. Sein Bruder Christian Hörndlein, welcher spontan am dritten Brett als Ersatz einsprang, konnte dank den richtigen Ideen länger durchhalten. Aber gegen Josef Steinmacher, welcher auch schon in der zweiten Liga eingesetzt wurde, fehlte das nötige Glück. Somit gingen die Gäste aus Bad Mergentheim in die 2:0-Führung. Zwar sah es an den anderen beiden Brettern für die Walldürner nicht so schlecht aus, aber der Feinwertung wegen, war hier das Erreichen des Finales bereits schon ausgeschlossen.

Der dritte Bruder im Bunde, Markus Dosch, hatte dagegen am vierten Brett etwas Hilfestellung für sein Team geben können, indem er durch einen Fingerfehler in einer angespannten Zeitphase von Philipp Koslov mit seinem Sieg seine Serie fortsetze. Somit hat er bisher alle seine Mannschaftspartien in dieser Saison gewinnen können. Am zweiten Brett hofften die Walldürner, dass es Hans Leidecker gelingen würde mit der besseren Zeit und wahrscheinlich auch der besseren Stellung gegen Kevin Mühlbayer, welche ebenfalls Zweitligaerfahrung gemacht hat, einen weiteren Brettpunkt zu holen. Überraschenderweise drehte sein Gegner noch die Partie, sodass Hans Leidecker aufgab.

Der Walldürner Schachklub verlor somit 1:3 gegen Bad Mergentheim und schied im Halbfinale aus dem Bezirkspokal aus.

SC Eppelheim – SK Buchen/Walldürn

 

Für die 3. Runde in der Bereichsliga Nord Staffel 2 ging es für die Spieler des SK Buchen-Walldürn nach Eppelheim. Bereits beim 1. Auswärtsspiel der Saison konnte man ein Unentschieden aus Mosbach mit nach Hause nehmen und auch für den heutigen Tag rechnete man sich gute Chancen auf Punkte aus, da Eppelheim zu den schwächeren Mannschaften der Liga zu zählen ist und man nahezu in Bestbesetzung antreten konnte.

Die erste Partie endete mit einem Remis zwischen Ronald de Swart und Ingo Jessl, die  beide in einem Springerendspiel über die gleiche Anzahl an Bauern verfügten und daher auch keinen Gewinnweg sahen.

Weitere Unentschieden folgten nicht viel später. Zuerst remisierte Martin Frei gegen Joshua Robin Wenzel. In einer sehr offen geführten Partie scheute der Eppelheimer kein Risiko und schlug mit seiner Dame sowohl den G- als auch den H-Bauern, wodurch er zwei offene Linien gegen seinen König produzierte. Diese nutzte Martin Frei vermutlich nicht mit letzter Konsequenz aus, sein  Angriff mit Springer und Dame forcierte dennoch ein Remis, da nur die Zugwiederholung für den Gastgeber nicht den Verlust der Partie bedeutete.

Das nächste Remis folgte am letzten Brett zwischen Bernhard Meixner und Ekaterina Lang. In einer über die gesamte Zeit ausgeglichenen Partie mit lediglich geringen Stellungsvorteilen auf Seiten der einzigen Dame des heutigen Tages war dies ein gerechtes Ergebnis.

Noch ein weiteres Remis folgte an Brett 4 zwischen Bastian Röse und Olaf Hilsansky. Auch hier kamen beide Seiten nie zu einem klaren Vorteil und scheuten davor zurück, höheres Risiko zu gehen, weshalb man sich auch hier auf ein Unentschieden einigte.

Da die restlichen noch laufenden Partien allesamt eher vorteilhaft für die Spieler aus Walldürn standen, sah der erste Saisonsieg nach einer sicheren Sache aus.

Den ersten Schritt Richtung Auswärtssieg machte Markus Dosch, der in dieser Saison bisher alle Partien gewinnen konnte. Auch heute machte er da keine Ausnahme. Zwar hatte er lange Zeit keinen materiellen Vorteil, doch stand der gegnerische König nie richtig sicher. Diese Bedrohung konnte Markus Dosch permanent aufrechterhalten, wodurch die Stellung irgendwann zusammen brach und ihm den verdienten Erfolg ermöglichte.

Als nächstes gewann auch Joachim Münch in fast schon gewohnter Manier. Im Laufe der Partie konnte er einen Bauern gewinnen und hatte zudem eine klar vorteilhafte Stellung auf dem Brett, welcher er gekonnt in einen vollen Punkt verwandelte.

Den Auswärtserfolg machte anschließend Hans Leidecker perfekt. Auch er erlangte einen Mehrbauern, holte sich später sogar noch einen weiteren. Zudem schnürte er seinen Gegner immer weiter ein, sodass diesem auch keine Chance auf erfolgreiches Gegenspiel gegeben wurde, wodurch ein weiterer Punkt auf das Konto der Gäste kam.

In der letzten Partie befand sich Stefan Dosch mit einem Mehrbauern in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Ein solches Endspiel endet zwar häufig im Remis, doch dies sollte heute anders sein. Dem Walldürner gelang es, auf einem Flügel zwei verbundene Freibauern zu erhalten und immer weiter vorzurücken. Sein Gegner konnte diese nicht mehr aufhalten und gab auf.

Damit endete die Begegnung mit einem deutlichen 6:2-Auswärtserfolg, was für Buchen-Walldürn ein erster großer Schritt in Richtung Klassenerhalt ist.

Der Walldürner Schachklub trat zu Hause ersatzgeschwächt gegen die favorisierte Mannschaft aus Paimar an. Dass es hier nichts zu holen gab, stellte sich relativ schnell heraus.

Wolfgang Dosch musste gegen Torsten Klar nach einem Läuferspieß am sechsten Brett zuerst die Segel streichen und die Partie aufgeben. Ein besseres Ergebnis konnte am zweiten Brett Joachim Münch gegen Peter Martin herausholen. Nach einem schnellen Austausch der meisten Figuren einigten sich beide auf ein Unentschieden. Auch das letzte Brett, an dem Edgar Müsig spielte, verschlechterte die Lage für den SK Buchen/Walldürn. Zwar bot sein Gegner Walter Hirsch zwei Mal Remis, aber Edgar Müsig lehnte ab und stolperte durch einen Fingerfehler in eine Springergabel, sodass auch er aufgeben musste. Am dritten Brett konnte Stefan Dosch gegen Andreas Gabel die Lage lediglich etwas abfedern. Er konnte im Schottischen Gambit zwar zwei Bauern mehr herausschlagen, aber geriet so sehr unter Druck, sodass er gerne in ein Remis einwilligte. Reiner Bechtolds Partie entwickelte sich zu einem Leichtfigurenendspiel in dem er zwei Springer hatte und sein Gegenüber Holger Kuhn mit dem Läuferpaar spielte. Das Spiel verlor er letztendlich, da eine Läufergabel das Ende setze. Die Negativserie schritt durch die Niederlage von Roland de Swart an Brett fünf gegen Ralph Becker weiter fort. Er konnte seine Stellung zwar gut verteidigen, aber nach einem Damenopfer übersah er in einer Abwicklung ein Schachgebot. Somit stand auch die endgültige Niederlage für das ganze Team fest.

Daher konnte Markus Dosch am vierten Brett in der slawischen Variante im abgelehnten Damengambit nichts daran ändern. In einer etwas ungenauen Partie konnte er seine Figuren so glücklich platzieren, dass sein Gegner, Arno Bieger, komplett bewegungsunfähig war. Dies reichte dann für den einzigen Sieg an diesem Tag. Deutlich länger wurde am Spitzenbrett gespielt. Hans Leidecker und Nicolas Hehn verweilten lange in einem Endspiel, in dem Hans Leidecker zwei Bauern weniger hatte. Er verteidigte zwar sehr geschickt, aber am Ende musste er doch die Partie aufgeben. Somit stand die 2:6-Niederlage für den SK Buchen/Walldürn fest und die Mannschaft rutscht auf siebten Tabellenplatz.

SC Mosbach II – SK Buchen-Walldürn

 

Zur Eröffnung der Saison 2018/19 der Bereichsliga Nord Staffel 2 mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn gegen die zweite Mannschaft des SC Mosbach antreten. Auf dem Papier sah alles nach einer ausgeglichenen Begegnung aus.

Einen sehr frühen Rückschlag mussten die Gäste allerdings durch die Niederlage von Nachwuchsspieler Simon Weber hinnehmen, der schon nach wenigen Minuten ein Matt übersah.

Der Ausgleich gelang Markus Dosch, der gegen Hartmut Peloke durch eine schöne Kombination zu Vorteilen kam. Die entstandene Stellung war jedoch alles andere als trivial, sodass er weiter sehr aufmerksam sein musste, was ihm gelang und er sich dadurch mit einem Sieg durch eine starke Leistung belohnte.

Anschließend ging Buchen-Walldürn erstmals in Führung, da auch Ronald de Swart gegen Thomas Stalter siegreich war. Nachdem er im Laufe der Partie einen Bauern gewinnen und zudem klare Stellungsvorteile vorweisen konnte,  war der weitere Verlauf der Partie so zu erwarten. Nichtsdestotrotz musste auch er die korrekten Züge finden, was ihm souverän gelang, wodurch er seinem Gegner keine Chancen auf ein Comeback einräumte.

Das erneute Unentschieden wurde durch die Niederlage von Bastian Röse gegen Stefan Süß erreicht. Ersterer erwischte keinen guten Tag und hatte schon nach der Eröffnung, obwohl er mit den weißen Figuren agierte, einige Schwächen in seiner Stellung. Diese wurden durch den Mosbacher gekonnt ausgenutzt und zu einem vollen Punkt verwertet.

Ein weiteres Mal in Führung gingen die Gäste durch Joachim Münch, der schon in der letzten Saison sehr stark aufspielte und zum Topscorer der Walldürner avancierte. In einer für seine Verhältnisse wilden Partie spielte er konsequenter auf Angriff als sein Gegner Christoph Kammerer und erhielt dadurch klare Vorteile, welche er gewohnt souverän ausnutzte.

Wenig später folgte die Niederlage von Martin Frei, der schon früh in der Begegnung unter Druck geriet und deshalb nur defensiv agierte. Lange Zeit konnte er seinem Gegner materiellen Vorteil verhindern, doch irgendwann war die Stellung einfach nicht mehr zu halten und er musste sich geschlagen geben.

In den letzten beiden laufenden Partien waren die Vorteile klar auf Seiten der Gastgeber, weshalb ein Heimsieg zu diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich war. Den erwarteten Verlauf nahm dann auch die Partie zwischen Bernhard Meixner und Martin Zeißler, da dieser im Endspiel mit einem Springer mehr gegen einen Mehrbauern klar favorisiert war. Bernhard Meixner gelang es zwar, mit zwei verbundenen Freibauern in die Nähe der Umwandlungsfelder zu gelangen, doch selbst dies war nicht mehr ausreichend und er verlor die Partie.

Somit musste Stefan Dosch sein Spiel gewinnen, damit die Gäste zumindest noch mit einem Punkt nach Hause fahren konnten. Sehr wahrscheinlich war dies allerdings nicht, da er nach anfänglichen Schwierigkeiten nur durch den Verlust eines Bauers überhaupt wieder zurück in die Partie fand. Im Springerendspiel konnte er eigentlich nur noch das Remis verteidigen, doch da sein Gegner Rüdiger Drews seine Stellung überzog und den Sieg zu sehr erzwingen wollte, konnte der Walldürner  völlig überraschend noch siegreich aus der Begegnung hervorgehen.

Damit endete die Partie mit einem 4:4, was vermutlich für beide Mannschaften ein ordentlicher Auftakt in die neue Saison ist.

Am 9. und letzten Spieltag mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn nach Baiertal fahren, um dort gegen die Spielgemeinschaft aus Wiesloch und Baiertal anzutreten. Dabei befanden sich beide Mannschaften punktgleich auf den beiden letzten Plätzen und mit einem Sieg hätten beide Mannschaften noch gute Chancen, die Klasse zu halten. Um dies zu erreichen, stellten die Gastgeber sehr stark auf und waren auf dem Papier klarer Favorit.

Dies wurde an Spitzenbrett auch schnell deutlich, als Hans Leidecker schon aus der Eröffnungsphase heraus mit einer Qualität und einem Bauern weniger dastand, was der starke Sabahudin Hasecic dann auch problemlos zum Sieg vollendete.

Danach einigte sich Mannschaftsführer Stefan Dosch und Andreas Rein auf ein Remis, nachdem sein Gegner das von ihm gespielte Evans-Gambit zwar erfolgreich verteidigte und mit einem Mehrbauern dastand, dieses ihm aber nur unter Aufwendung von sehr viel Bedenkzeit gelang, was im weiteren Verlauf der Partie durchaus zu Probleme hätte führen können.

Eine äußerst spannende Partie fand am 7. Brett zwischen Reiner Bechtold und Dr. Werner Huber statt. Letzterer gab zunächst einen Bauern auf, um einen gefährlichen Königsangriff zu initiieren, opferte später dann noch eine Qualität. Die korrekte Verteidigung war zu keinem Zeitpunkt einfach, doch gelang es Reiner Bechtold, alle Drohungen abzuwehren. Seine starke Leistung krönte der Walldürner  dann durch ein Schachmatt mit Dame und Turm, was genau zum richtigen Zeitpunkt kam, denn sein Gegner drohte ebenfalls mit einem Matt im nächsten Zug, wobei dieses nicht mehr zu verteidigen gewesen wäre.

Nahezu zeitgleich einigte man sich an Brett 8 in einer wesentlich ruhigeren Begegnung auf ein Remis. Zwar erspielte sich Ronald de Swart eine etwas bessere Stellung, konnte aber zu keinem Zeitpunkt einen klaren Vorteil erzielen. Nachdem beide Parteien nur noch einen Turm und einige Bauern auf dem Spielfeld hatten, einigte man sich mangels realistischer Siegchancen zu Recht auf ein Unentschieden.

Damit stand es zwischenzeitlich 2:2 womit es auch weiterhin eine vollkommen offene  Begegnung war. Klare Tendenzen zu Gunsten einer Seite waren lediglich an Brett 6 auszumachen, da Bernhard Meixner einen Bauern im Rückstand war und sich zudem eher auf die Verteidigung seines Königs konzentrieren musste. Wenig später wurde allerdings klar, dass ihm dies nicht gelingen würde, da er einen Turm aufgeben musste, um nicht Matt gesetzt zu werden. Er setzte die Partie zwar fort, aber die Hoffnung darauf, dass sein Kontrahent noch patzen würde, war äußerst gering, was letztendlich auch nicht passierte.

Deutlich bessere Chancen auf einen Sieg hatte dagegen Bastian Röse, der nach dem Gewinn eines Bauern wenig später noch einen zweiten gewinnen konnte. Dafür musste er allerdings aufpassen, dass ein gegnerischer Freibauer nicht das Umwandlungsfeld erreicht, wobei ihm aufgrund sehr langsamer Spielweise kaum noch Zeit übrig blieb. Sein Gegenüber verfügte ebenfalls über sehr wenig Zeit auf der Uhr, weshalb beide Spieler zum Erreichen der Zeitkontrolle kaum mehr als die 30 Sekunden Aufschlagszeit pro  Zug nutzen konnten, wodurch beide Kontrahenten einige Gelegenheiten für bessere Züge verstreichen ließen. Nachdem der 40. Zug erreicht wurde, musste Hans-Martin Klein jedoch feststellen, dass seine Stellung mit zwei Bauern weniger nahezu hoffnungslos verloren war, woraufhin er aufgab.

Währenddessen hatte Markus Dosch leider einen Moment der Unkonzentriertheit, durch den er einzügig und ohne Kompensation eine Figur einstellte. Besonders schade ist dies deshalb, weil er bis zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Partie spielte. Er kam klar besser aus der Eröffnung und konnte im weiteren Verlauf seinen Gegner bis auf die Grundreihe zurückdrängen, wodurch er alle Freiheiten hatte, seinen positionellen Vorteil in materiellen Vorteil umzuwandeln. Dies gelang ihm jedoch nicht, dann stellte er die Figur ein. Ein Fehler, den sein Gegner konsequent bestrafte und in einen Sieg ummünzte.

Im letzten noch laufenden Spiel des Tages demonstrierte Joachim Münch einmal mehr, warum er diese Saison der Topscorer der Walldürner ist. Seine leichten Stellungsvorteile baute er Zug um  Zug weiter aus, wobei er währenddessen noch zwei Bauern gewinnen konnte. Daraus resultierte eine für seinen Gegner ausweglose Situation, da er nebst materiellem Nachteil auch eine sehr passive Stellung ohne Gegenspiel  hatte, was ihn zur Aufgabe bewegte.

Damit trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 4:4 Unentschieden, was, etwas überraschend, für die Walldürner mit vier Punkten zum Klassenerhalt reicht. Mit Eppingen und Wiesloch-Baiertal gibt es zwar zwei weitere Mannschaften mit vier Punkten, doch da diese sowohl weniger Brettpunkte holten als auch die schlechtere Berliner Wertung vorzuweisen haben, befindet sich der SK Buchen-Walldürn auf dem drittletzten Platz. Dieser Platz hätte durchaus auch noch einen Abstieg bedeuten können, doch da sich in Staffel 3 der Bereichsliga Nord mit der 2. Mannschaft des SK Sandhausen eine weitere Mannschaft mit vier Punkten und schlechterer Feinwertung befindet, reicht es für Buchen-Walldürn zum Klassenerhalt.

Damit geht eine spannende Saison zu Ende, in der Buchen-Walldürn mit etwas mehr Glück in der einen oder anderen Situation den Klassenerhalt schon wesentlich früher ins Trockene hätte bringen können. Nichtsdestotrotz wurde mit dem Verbleib in der Bereichsliga das ausgegebene Saisonziel erreicht, woran man vor dieser Begegnung nicht mehr so recht hatte glauben wollen.

 

Zum letzten Heimspiel der Saison empfing der SK Buchen-Walldürn die 4. Mannschaft des SC Eppingen zu einen womöglich vorentscheidenden Duell im Kampf um den Abstieg. Während sich Buchen-Walldürn vor der Begegnung auf Rang 7 noch knapp außerhalb  der Abstiegsränge befand, lag Eppingen auf dem letzten Platz, allerdings mit nur einem Punkt Rückstand auf Buchen-Walldürn.

Da auf dem Papier beide Mannschaften ähnlich stark aufstellten, konnte man sich eine spannende Begegnung versprechen.

Es dauerte knappe 3 Stunden, bis die erste Partie an Brett 4 durch die Niederlage von Bastian Röse zu Ende ging. Er musste sich dem ihm unbekannten Marshall-Angriffs erwehren, was ihm, unter Nutzung eines Großteils seiner Bedenkzeit, auch gut gelang. In einer weiterhin taktisch komplexen Stellung unterlief ihm dann allerdings ein Fehler, der ihn einen Turm ohne Kompensation kostete und zur Aufgabe bewegte.

Weitere Entscheidungen folgten im Minutentakt. An Brett 1 verlor Hans Leidecker unerwartet gegen Dr. Georgios Sengos. Nachdem die Partie über weite Teile ausgeglichen war, unterliefen dem Walldürner mehrere untypische Ungenauigkeiten, die den Partieverlust zur Folge hatten.

Direkt danach verlor Peter Kaiser in seinem ersten Mannschaftseinsatz seit 3 Jahren. Ohne Probleme gelang er in ein für ihn leicht vorteilhaftes Turmendspiel mit gleichfarbigem Läufer, wobei sein Gegner einen rückständigen Bauern sowie einen schwächeren Läufer hatte. Jedoch konnte er diese vielversprechende Ausgangssituation nicht nutzen und verlor nach Abtausch eines Turms und der Läufer einen Bauern und konnte anschließend gegnerischen Freibauern nicht mehr stoppen.

Darauf folgte die nächste Niederlage eines Walldürners durch Martin Frei und somit das zwischenzeitliche 0:4, was alle Hoffnungen, an diesem Tag mal wieder Punkte mit nach Hause nehmen zu können, zunichtemachte. Nachdem er schon in der Eröffnung einen Bauern opferte, dafür allerdings kein ausreichendes Gegenspiel erreichte, befand er sich schnell im Hintertreffen. Sein äußerst erfahrener Kontrahent ließ sich dies dann nicht mehr nehmen.

Für das Mannschaftsunentschieden hätten die restlichen 4 Partien allesamt zu Gunsten Buchen-Walldürns ausfallen müssen, was angesichts der Stellungen sehr unrealistisch war. Dennoch gelang Markus Dosch ein positiver Anfang, der sich kleine Vorteile erkämpfen konnte, dann allerdings das vermeintliche Remis durch Dauerschach nicht hätte verhindern können. Sein Gegner wollte sich allerdings nicht mit einem Remis zufrieden geben und vermied die Zugwiederholung, doch ihm unterlief direkt ein Patzer, der zum Verlust führte.

Später einigte sich Ronald de Swart mit seinem Gegner Jürgen Fischer auf ein Remis, nachdem das Endspiel für ihn, trotz Mehrbauers, eigentlich verloren war. Seine bis dahin gute Leistung konnte er leider nicht in einen vollen Punkt verwerten.

Danach folgte ein weiteres Remis an Brett 3 durch Stefan Dosch, der zwischenzeitlich ebenfalls einen Mehrbauern vorweisen konnte, jedoch aufgrund seiner schlechten Struktur eher im Nachteil war. Das entstandene Läuferendspiel bot für beiden Seiten Chancen auf einen Sieg, war allerdings sehr unklar und das Remis ging in Ordnung.

Die letzte Partie des Tages fochten Joachim Münch und Peter Noe aus. Auch hier wies der Walldürner einen Bauernvorteil auf und auch hier gelang es nicht, diesen Vorteil in einen vollen Punkt umzumünzen, da das entstandene Turmendspiel keine eindeutigen Siegchancen bot.

Mit dieser deutlichen 2,5:5,5-Niederlage ist der Abstieg Buchen-Walldürns zwar noch nicht besiegelt, die Chancen auf einen Klassenerhalt sind jedoch nur noch gering. Ein Sieg am letzten Spieltag gegen Wiesloch/Baiertal ist dafür Pflicht, wobei man zusätzlich noch auf Schützenhilfe anderer Mannschaften angewiesen ist.

 

Zur 7. Runde der Bereichsliga Nord Staffel 2 mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn gegen die 3. Mannschaft von Bad Mergentheim antreten. Da sich beide Teams mitten im Abstiegskampf befinden, würde für beide Seiten ein Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten.

Die Wichtigkeit dieses Spiels zeigte sich unter anderem dadurch, dass die Gastgeber ihre in dieser Saison bisher stärkste Aufstellung aufboten. Obwohl Buchen-Walldürn diesmal in voller Besetzung auswärts antreten konnten, waren sie angesichts der starken gegnerischen Aufstellung dennoch der leichte Außenseiter.

Dies bestätigte sich dann auch relativ früh in der Begegnung, da Ronald de Swart, der erst im Laufe der Saison nachgemeldet wurde und zu seinem ersten Einsatz für Buchen-Walldürn kam, an Brett 8 gegen Elena Brunkhardt verlor. Aufgrund fehlender Routine im Mannschaftskampf übersah er eine Taktik, die ihn einen Springer kostete. Diesen Nachteil konnte er gegen eine souverän agierende Gegnerin dann nicht mehr wettmachen.

Auch nicht besser machte es Markus Dosch, der gegen den erfahrenen Dr. Lew Lipstein schon in der Eröffnung Probleme mit der Konstellation seiner Figuren hatte, die sein Gegenüber auszunutzen wusste. Nach dem Verlust einer Qualität und eines Bauers war die Stellung nicht mehr zu halten und er gab sich geschlagen.

Danach endete das Duell am Spitzenbrett zwischen Hans Leidecker und Berthold Riegel, die sich in einem remislichen Turmendspiel wiederfanden. Vorher versuchten beiden Seiten in einer taktisch geführten Partie zu Vorteilen zu kommen, was aber keinem der beiden wirklich gelang, weshalb man sich zu Recht auf ein Remis einigte.

Ebenfalls Remis endete anschließend die Partie zwischen Stefan Dosch und Arinna Riegel an Brett 3. Beide Kontrahenten vermieden riskante Varianten und fanden sich nach diversen Abtauschen in einem Damenendspiel mit gleicher Anzahl an Bauern und vergleichbarer Bauernstruktur wieder, wodurch beide keine realistischen Gewinnideen mehr hatten.

Aus den letzten 4 noch laufenden Partien mussten für die Gäste somit mindestens 3 Punkte her, damit man an diesem Tag noch etwas Zählbares mit nach Hause genommen werden könnte. Die letzten Hoffnungen wurden dann allerdings schnell zunichte gemacht, da sowohl Martin Frei als auch Bernhard Meixner ihre Partien verloren und dadurch die Mannschaftsniederlage besiegelten.

Martin Frei verpasste es in einer Stellung mit entgegengesetzten Rochaden, konsequenter seinen Angriff auf den gegnerischen König auszuführen, um die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Stattdessen kam er selbst mehr und mehr in Bredouille, da auch sein Gegner Bernhard Schlosser seinen König unter Druck setzte und später dann durch einen Fehlzug des Walldürners zu klarem Vorteil kam.

Auch Bernhard Meixner hatte zwischenzeitlich eine sehr vielversprechende Stellung auf dem Brett, patzte dann allerdings bei einem Zug und schenkte seinem Gegner einen Läufer. Zwar war die entstandene Stellung noch nicht völlig hoffnungslos, doch angesichts seines  Aussetzers fiel es ihm danach schwer, sich auf die Partie zu konzentrieren, weshalb auch in dieser Begegnung kein Punkt für die Walldürner herauskam.

Joachim Münch und Bastian Röse konnten im Anschluss dann ihre Partien für sich entscheiden, mehr als Ergebniskosmetik war dies leider nicht mehr. Joachim Münch kam in der Eröffnung ein wenig unter Druck, konnte aber durch die nicht korrekte Fortführung seines Gegners zu zwei Bauern Vorteil kommen, was er später souverän in einen vollen Punkt ummünzte. In der Begegnung zwischen Bastian Röse und Charles-Roy Reiser griff der Bad Mergentheimer im Endspiel fehl und schlug einen vermeintlich ungedeckten Bauern. Er übersah jedoch den daraus resultierenden Verlust einer Qualität, weshalb das entstandene Endspiel aufgrund seiner  schlechten Bauernstruktur nur schwer zu halten war, was ihm auch nicht gelang.

Das Endergebnis lautete somit 3:5 aus Sicht der Walldürner, wodurch sie sich auf Platz 7 wiederfinden und von Bad Mergentheim, die ihrerseits nun 6. sind, überholt wurden. Die nächsten beiden Begegnungen finden gegen Eppingen und Wiesloch-Baiertal statt, die sich aktuell beide noch hinter Buchen-Walldürn auf den direkten Abstiegsplätzen befinden, wodurch man den Klassenerhalt weiterhin in der eigenen Hand hat.




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