Company Logo
Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

Login Form

Zur sechsten Runde in der Bereichsliga Nord Staffel II wartete für die Spieler des SK Buchen-Walldürn der Tabellenführer SC Rohrbach-Boxberg. Da man nur mit 6 Spielern die Fahrt nach Heidelberg antreten musste und zudem an nahezu allen Brettern die auf dem Papier schwächeren Spieler stellte, wäre alles andere als eine Niederlage eine große Überraschung.

Die klar favorisierten Gastgeber bauten ihren kampflos bedingten 2:0-Vorsprung sogar noch weiter aus, da an Brett 6 Martin Frei gegen Dr. Peter Höpner verlor. Dieser hatte auf dem halboffenen Damenflügel einfach die besser postierten Figuren und nutzte dies gekonnt aus. Mit 2 Bauern weniger übersah Martin Frei dann noch eine Gabel und gab auf.

Besser lief es für Markus Dosch, der aus der Eröffnung heraus mit leichten Vorteilen ins Mittelspiel übergehen konnte. Diese Vorteile erwiesen sich allerdings als zu gering. Nach dem Abtausch aller Leichtfiguren verblieben beide Spieler mit 2 Türmen + Dame und einigen Bauern. Da beide keine Schwächen in ihrer Bauernstruktur hatten, war ein klarer Gewinnweg nicht auszumachen und man einigte sich auf Remis.

Das nächste Remis folgte durch Mannschaftsführer Stefan Dosch. Dieser kam deutlich besser aus der Eröffnung heraus, hatte gefährliche Angriffsmöglichkeiten und konnte zudem die Rochade des Gegners verhindern, sodass dieser einen eingesperrten und somit nahezu nutzlosen Turm hatte. Allerdings war die Stellung nie einfach zu spielen, denn auch sein Gegner hatte einige Optionen auf gefährliches Gegenspiel, weshalb Stefan Dosch mit relativ wenig Zeit auf der Uhr ein Remis anbot, um einen durch Zeitnot bedingten Patzer zu vermeiden. Dieses nahm sein Gegner erleichtert an, da er selbst nur wenig Hoffnung auf einen für ihn positiven Ausgang hatte.

Der erste und einzige Sieg für die Gäste erfolgte durch Bastian Röse. Dieser musste mit Schwarz in einer ihm unbekannten Variante des Budapester Gambits die richtigen Züge finden. Zwar hatte er wenig Raum, um seine Figuren zu manövrieren, doch hatte sich sein Gegner selbst einige kleine Schwachstellen erzeugt, die ausgenutzt werden konnten.  Durch eine schöne Kombination gewann er nebst Bauern noch eine Qualität, was nach Abtausch der Schwerfiguren in einem leicht zu gewinnenden Endspiel mündete.

Am Spitzenbrett überzeugte Hans Leidecker gegen die starke Polina Zilberman. Zwar musste er sich mit 2 Springern gegen das eigentlich stärkere Läuferpaar erwehren, doch gelang ihm dies souverän. Die gegnerischen Angriffe konnte er stets vereiteln und gewann selbst einen Bauern, sodass die Vorteile auf seiner Seite waren. Dann übersah er jedoch, dass sich eine Stellung zum dritten Mal wiederholte, wodurch seine Kontrahentin zu Recht ein Remis reklamierte und somit die eventuelle Niederlage verhinderte.

Direkt danach endete auch die letzte Partie des Tages zwischen Joachim Münch und Klaus Seeger. Dem Topscorer der Walldürner unterlief zwar ein ungewohnter Patzer, wodurch er einen Bauern verlor, doch konnte er seine Stellung dennoch stabil halten und gleichzeitig Gegenspiel erzeugen, wodurch er später diesen wieder zurück gewann. Da beide Seiten dann keinen klaren Gewinnweg mehr sahen und der Mannschaftssieg für Rohrbach-Boxberg bereits feststand, einigte man sich kurzerhand auf Remis.

Mit diesem Sieg bleibt Rohrbach-Boxberg an der Tabellenspitze, wohingegen der SK  Buchen-Walldürn weiterhin in der Nähe der Abstiegsplätze verbleibt. Mit dem 3:5 kann man allerdings angesichts des starken Gegners und mit leidglich 6 Spielern durchaus zufrieden sein.

Am 4.  Spieltag stand bereits das 3. Auswärtsspiel für den SK Buchen-Walldürn an. Diesmal ging es gegen den SC Neckargemünd.

Nach gut einer Stunde Spielzeit endete bereits die 1. Partie, da Bernhard Meixner in einer ausgeglichenen Stellung Remis bot. Später tat es ihm Mannschaftsführer Stefan Dosch gleich. Auch er einigte sich mit seinem Kontrahenten auf ein gerechtes Remis, wobei er zwischenzeitlich der Meinung war, eine Figur eingestellt zu haben, was sich zum Glück als Halluzination herausstellte.

Nach einem guten Auftakt für die Gäste ging danach allerdings alles schief. Zuerst musste sich Edgar Müssig am letzten Brett geschlagen geben, nachdem er, trotz  einem Bauer  weniger, die aktivere Stellung hatte. Dies konnte er jedoch nicht ausnutzen, sein Gegner wurde stetig aktiver und beendete dann konsequent die Partie. Weiter ging es mit einer Niederlage von Martin Frei, der in einer lange Zeit geschlossenen Stellung gut dastand. Über die offene C-Linie konnte sein Gegner dann allerdings  tief in seine Verteidigung vordringen, setzte ihn dadurch unter Druck und schränkte seine Zugmöglichkeiten stark ein, was letzten Endes auch zum Zusammenbruch der Stellung führte.

Auch der bisher dato ohne Punktverlust erfolgreichste Walldürner, Markus Dosch, musste am heutigen Tag eine Niederlage mit nach Hause nehmen. In einer ihm unbekannten Eröffnung verlor er eine Figur, erhielt dafür jedoch sehr starkes Gegenspiel, weshalb sein Kontrahent enorm konzentriert agieren musste. Der Walldürner stellte zwar immer wieder neue Drohungen auf, doch wurden diese alle, mit Müh und Not, verteidigt, weshalb sich letzten Endes der Materialvorteil durchsetzte.

Nicht besser lief es bei Bastian Röse. In einem Endspiel mit je einem Läufer und Springer konnte er zwar nicht mehr auf Gewinn spielen, die Stellung Remis zu halten schien allerdings realistisch. Nachdem ein paar Bauern vom Brett gingen und sich Räume öffneten, beging er einen Fehlzug mit seinem Randbauern, was sein Gegner sofort bestrafte. Die Partie war danach nicht mehr zu retten und er gab auf.

Dadurch war die Niederlage für die Gäste bereits klar, wodurch die beiden letzten Begegnungen von keiner großen Relevanz für das Mannschaftsergebnis mehr waren. Hans Leidecker zeigte sich seinen Kollegen gegenüber solidarisch und verlor ebenfalls seine Partie, da sein Gegner mit der aktiveren Stellung gut umzugehen wusste und jede kleine Schwachstelle attackierte.

Ein wenig Ergebnismakulatur betrieb zum Schluss Joachim Münch, der als einziger Walldürner an diesem Tag siegreich war. Er agierte gewohnt zielstrebig in einer geschlossenen Stellung und konnte seine Position stetig verbessern. Diesem Druck konnte sein Gegner irgendwann nicht mehr standhalten, verlor zuerst eine Qualität und später auch die Partie.

Mit einer deutlichen 2:6-Niederlage mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn dann die Heimreise antreten. In der Tabelle findet man sich aktuell erneut auf Platz 7 wieder, was für den Klassenerhalt ausreichen würde.

Der Walldürner Schachklub trat am Freitag im Mannschaftspokal des Bezirks Odenwald/Tauber zu Hause gegen die erste Mannschaft der Schachfreunde Bad Mergentheim an.

Von Anfang hatte hatten die Walldürner wenig Hoffnung das Halbfinale zu gewinnen, zumal die Walldürner auch ersatzgeschwächt antraten. Am Spitzenbrett wehrte sich Stefan Dosch gegen den erfahrenen Spieler aus der zweiten Liga, Bernd Reinhardt. Aber am Ende musste der Walldürner Mannschaftsführer doch die Segel streichen. Sein Bruder Christian Hörndlein, welcher spontan am dritten Brett als Ersatz einsprang, konnte dank den richtigen Ideen länger durchhalten. Aber gegen Josef Steinmacher, welcher auch schon in der zweiten Liga eingesetzt wurde, fehlte das nötige Glück. Somit gingen die Gäste aus Bad Mergentheim in die 2:0-Führung. Zwar sah es an den anderen beiden Brettern für die Walldürner nicht so schlecht aus, aber der Feinwertung wegen, war hier das Erreichen des Finales bereits schon ausgeschlossen.

Der dritte Bruder im Bunde, Markus Dosch, hatte dagegen am vierten Brett etwas Hilfestellung für sein Team geben können, indem er durch einen Fingerfehler in einer angespannten Zeitphase von Philipp Koslov mit seinem Sieg seine Serie fortsetze. Somit hat er bisher alle seine Mannschaftspartien in dieser Saison gewinnen können. Am zweiten Brett hofften die Walldürner, dass es Hans Leidecker gelingen würde mit der besseren Zeit und wahrscheinlich auch der besseren Stellung gegen Kevin Mühlbayer, welche ebenfalls Zweitligaerfahrung gemacht hat, einen weiteren Brettpunkt zu holen. Überraschenderweise drehte sein Gegner noch die Partie, sodass Hans Leidecker aufgab.

Der Walldürner Schachklub verlor somit 1:3 gegen Bad Mergentheim und schied im Halbfinale aus dem Bezirkspokal aus.

SC Eppelheim – SK Buchen/Walldürn

 

Für die 3. Runde in der Bereichsliga Nord Staffel 2 ging es für die Spieler des SK Buchen-Walldürn nach Eppelheim. Bereits beim 1. Auswärtsspiel der Saison konnte man ein Unentschieden aus Mosbach mit nach Hause nehmen und auch für den heutigen Tag rechnete man sich gute Chancen auf Punkte aus, da Eppelheim zu den schwächeren Mannschaften der Liga zu zählen ist und man nahezu in Bestbesetzung antreten konnte.

Die erste Partie endete mit einem Remis zwischen Ronald de Swart und Ingo Jessl, die  beide in einem Springerendspiel über die gleiche Anzahl an Bauern verfügten und daher auch keinen Gewinnweg sahen.

Weitere Unentschieden folgten nicht viel später. Zuerst remisierte Martin Frei gegen Joshua Robin Wenzel. In einer sehr offen geführten Partie scheute der Eppelheimer kein Risiko und schlug mit seiner Dame sowohl den G- als auch den H-Bauern, wodurch er zwei offene Linien gegen seinen König produzierte. Diese nutzte Martin Frei vermutlich nicht mit letzter Konsequenz aus, sein  Angriff mit Springer und Dame forcierte dennoch ein Remis, da nur die Zugwiederholung für den Gastgeber nicht den Verlust der Partie bedeutete.

Das nächste Remis folgte am letzten Brett zwischen Bernhard Meixner und Ekaterina Lang. In einer über die gesamte Zeit ausgeglichenen Partie mit lediglich geringen Stellungsvorteilen auf Seiten der einzigen Dame des heutigen Tages war dies ein gerechtes Ergebnis.

Noch ein weiteres Remis folgte an Brett 4 zwischen Bastian Röse und Olaf Hilsansky. Auch hier kamen beide Seiten nie zu einem klaren Vorteil und scheuten davor zurück, höheres Risiko zu gehen, weshalb man sich auch hier auf ein Unentschieden einigte.

Da die restlichen noch laufenden Partien allesamt eher vorteilhaft für die Spieler aus Walldürn standen, sah der erste Saisonsieg nach einer sicheren Sache aus.

Den ersten Schritt Richtung Auswärtssieg machte Markus Dosch, der in dieser Saison bisher alle Partien gewinnen konnte. Auch heute machte er da keine Ausnahme. Zwar hatte er lange Zeit keinen materiellen Vorteil, doch stand der gegnerische König nie richtig sicher. Diese Bedrohung konnte Markus Dosch permanent aufrechterhalten, wodurch die Stellung irgendwann zusammen brach und ihm den verdienten Erfolg ermöglichte.

Als nächstes gewann auch Joachim Münch in fast schon gewohnter Manier. Im Laufe der Partie konnte er einen Bauern gewinnen und hatte zudem eine klar vorteilhafte Stellung auf dem Brett, welcher er gekonnt in einen vollen Punkt verwandelte.

Den Auswärtserfolg machte anschließend Hans Leidecker perfekt. Auch er erlangte einen Mehrbauern, holte sich später sogar noch einen weiteren. Zudem schnürte er seinen Gegner immer weiter ein, sodass diesem auch keine Chance auf erfolgreiches Gegenspiel gegeben wurde, wodurch ein weiterer Punkt auf das Konto der Gäste kam.

In der letzten Partie befand sich Stefan Dosch mit einem Mehrbauern in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Ein solches Endspiel endet zwar häufig im Remis, doch dies sollte heute anders sein. Dem Walldürner gelang es, auf einem Flügel zwei verbundene Freibauern zu erhalten und immer weiter vorzurücken. Sein Gegner konnte diese nicht mehr aufhalten und gab auf.

Damit endete die Begegnung mit einem deutlichen 6:2-Auswärtserfolg, was für Buchen-Walldürn ein erster großer Schritt in Richtung Klassenerhalt ist.

Der Walldürner Schachklub trat zu Hause ersatzgeschwächt gegen die favorisierte Mannschaft aus Paimar an. Dass es hier nichts zu holen gab, stellte sich relativ schnell heraus.

Wolfgang Dosch musste gegen Torsten Klar nach einem Läuferspieß am sechsten Brett zuerst die Segel streichen und die Partie aufgeben. Ein besseres Ergebnis konnte am zweiten Brett Joachim Münch gegen Peter Martin herausholen. Nach einem schnellen Austausch der meisten Figuren einigten sich beide auf ein Unentschieden. Auch das letzte Brett, an dem Edgar Müsig spielte, verschlechterte die Lage für den SK Buchen/Walldürn. Zwar bot sein Gegner Walter Hirsch zwei Mal Remis, aber Edgar Müsig lehnte ab und stolperte durch einen Fingerfehler in eine Springergabel, sodass auch er aufgeben musste. Am dritten Brett konnte Stefan Dosch gegen Andreas Gabel die Lage lediglich etwas abfedern. Er konnte im Schottischen Gambit zwar zwei Bauern mehr herausschlagen, aber geriet so sehr unter Druck, sodass er gerne in ein Remis einwilligte. Reiner Bechtolds Partie entwickelte sich zu einem Leichtfigurenendspiel in dem er zwei Springer hatte und sein Gegenüber Holger Kuhn mit dem Läuferpaar spielte. Das Spiel verlor er letztendlich, da eine Läufergabel das Ende setze. Die Negativserie schritt durch die Niederlage von Roland de Swart an Brett fünf gegen Ralph Becker weiter fort. Er konnte seine Stellung zwar gut verteidigen, aber nach einem Damenopfer übersah er in einer Abwicklung ein Schachgebot. Somit stand auch die endgültige Niederlage für das ganze Team fest.

Daher konnte Markus Dosch am vierten Brett in der slawischen Variante im abgelehnten Damengambit nichts daran ändern. In einer etwas ungenauen Partie konnte er seine Figuren so glücklich platzieren, dass sein Gegner, Arno Bieger, komplett bewegungsunfähig war. Dies reichte dann für den einzigen Sieg an diesem Tag. Deutlich länger wurde am Spitzenbrett gespielt. Hans Leidecker und Nicolas Hehn verweilten lange in einem Endspiel, in dem Hans Leidecker zwei Bauern weniger hatte. Er verteidigte zwar sehr geschickt, aber am Ende musste er doch die Partie aufgeben. Somit stand die 2:6-Niederlage für den SK Buchen/Walldürn fest und die Mannschaft rutscht auf siebten Tabellenplatz.

SC Mosbach II – SK Buchen-Walldürn

 

Zur Eröffnung der Saison 2018/19 der Bereichsliga Nord Staffel 2 mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn gegen die zweite Mannschaft des SC Mosbach antreten. Auf dem Papier sah alles nach einer ausgeglichenen Begegnung aus.

Einen sehr frühen Rückschlag mussten die Gäste allerdings durch die Niederlage von Nachwuchsspieler Simon Weber hinnehmen, der schon nach wenigen Minuten ein Matt übersah.

Der Ausgleich gelang Markus Dosch, der gegen Hartmut Peloke durch eine schöne Kombination zu Vorteilen kam. Die entstandene Stellung war jedoch alles andere als trivial, sodass er weiter sehr aufmerksam sein musste, was ihm gelang und er sich dadurch mit einem Sieg durch eine starke Leistung belohnte.

Anschließend ging Buchen-Walldürn erstmals in Führung, da auch Ronald de Swart gegen Thomas Stalter siegreich war. Nachdem er im Laufe der Partie einen Bauern gewinnen und zudem klare Stellungsvorteile vorweisen konnte,  war der weitere Verlauf der Partie so zu erwarten. Nichtsdestotrotz musste auch er die korrekten Züge finden, was ihm souverän gelang, wodurch er seinem Gegner keine Chancen auf ein Comeback einräumte.

Das erneute Unentschieden wurde durch die Niederlage von Bastian Röse gegen Stefan Süß erreicht. Ersterer erwischte keinen guten Tag und hatte schon nach der Eröffnung, obwohl er mit den weißen Figuren agierte, einige Schwächen in seiner Stellung. Diese wurden durch den Mosbacher gekonnt ausgenutzt und zu einem vollen Punkt verwertet.

Ein weiteres Mal in Führung gingen die Gäste durch Joachim Münch, der schon in der letzten Saison sehr stark aufspielte und zum Topscorer der Walldürner avancierte. In einer für seine Verhältnisse wilden Partie spielte er konsequenter auf Angriff als sein Gegner Christoph Kammerer und erhielt dadurch klare Vorteile, welche er gewohnt souverän ausnutzte.

Wenig später folgte die Niederlage von Martin Frei, der schon früh in der Begegnung unter Druck geriet und deshalb nur defensiv agierte. Lange Zeit konnte er seinem Gegner materiellen Vorteil verhindern, doch irgendwann war die Stellung einfach nicht mehr zu halten und er musste sich geschlagen geben.

In den letzten beiden laufenden Partien waren die Vorteile klar auf Seiten der Gastgeber, weshalb ein Heimsieg zu diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich war. Den erwarteten Verlauf nahm dann auch die Partie zwischen Bernhard Meixner und Martin Zeißler, da dieser im Endspiel mit einem Springer mehr gegen einen Mehrbauern klar favorisiert war. Bernhard Meixner gelang es zwar, mit zwei verbundenen Freibauern in die Nähe der Umwandlungsfelder zu gelangen, doch selbst dies war nicht mehr ausreichend und er verlor die Partie.

Somit musste Stefan Dosch sein Spiel gewinnen, damit die Gäste zumindest noch mit einem Punkt nach Hause fahren konnten. Sehr wahrscheinlich war dies allerdings nicht, da er nach anfänglichen Schwierigkeiten nur durch den Verlust eines Bauers überhaupt wieder zurück in die Partie fand. Im Springerendspiel konnte er eigentlich nur noch das Remis verteidigen, doch da sein Gegner Rüdiger Drews seine Stellung überzog und den Sieg zu sehr erzwingen wollte, konnte der Walldürner  völlig überraschend noch siegreich aus der Begegnung hervorgehen.

Damit endete die Partie mit einem 4:4, was vermutlich für beide Mannschaften ein ordentlicher Auftakt in die neue Saison ist.

Am 9. und letzten Spieltag mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn nach Baiertal fahren, um dort gegen die Spielgemeinschaft aus Wiesloch und Baiertal anzutreten. Dabei befanden sich beide Mannschaften punktgleich auf den beiden letzten Plätzen und mit einem Sieg hätten beide Mannschaften noch gute Chancen, die Klasse zu halten. Um dies zu erreichen, stellten die Gastgeber sehr stark auf und waren auf dem Papier klarer Favorit.

Dies wurde an Spitzenbrett auch schnell deutlich, als Hans Leidecker schon aus der Eröffnungsphase heraus mit einer Qualität und einem Bauern weniger dastand, was der starke Sabahudin Hasecic dann auch problemlos zum Sieg vollendete.

Danach einigte sich Mannschaftsführer Stefan Dosch und Andreas Rein auf ein Remis, nachdem sein Gegner das von ihm gespielte Evans-Gambit zwar erfolgreich verteidigte und mit einem Mehrbauern dastand, dieses ihm aber nur unter Aufwendung von sehr viel Bedenkzeit gelang, was im weiteren Verlauf der Partie durchaus zu Probleme hätte führen können.

Eine äußerst spannende Partie fand am 7. Brett zwischen Reiner Bechtold und Dr. Werner Huber statt. Letzterer gab zunächst einen Bauern auf, um einen gefährlichen Königsangriff zu initiieren, opferte später dann noch eine Qualität. Die korrekte Verteidigung war zu keinem Zeitpunkt einfach, doch gelang es Reiner Bechtold, alle Drohungen abzuwehren. Seine starke Leistung krönte der Walldürner  dann durch ein Schachmatt mit Dame und Turm, was genau zum richtigen Zeitpunkt kam, denn sein Gegner drohte ebenfalls mit einem Matt im nächsten Zug, wobei dieses nicht mehr zu verteidigen gewesen wäre.

Nahezu zeitgleich einigte man sich an Brett 8 in einer wesentlich ruhigeren Begegnung auf ein Remis. Zwar erspielte sich Ronald de Swart eine etwas bessere Stellung, konnte aber zu keinem Zeitpunkt einen klaren Vorteil erzielen. Nachdem beide Parteien nur noch einen Turm und einige Bauern auf dem Spielfeld hatten, einigte man sich mangels realistischer Siegchancen zu Recht auf ein Unentschieden.

Damit stand es zwischenzeitlich 2:2 womit es auch weiterhin eine vollkommen offene  Begegnung war. Klare Tendenzen zu Gunsten einer Seite waren lediglich an Brett 6 auszumachen, da Bernhard Meixner einen Bauern im Rückstand war und sich zudem eher auf die Verteidigung seines Königs konzentrieren musste. Wenig später wurde allerdings klar, dass ihm dies nicht gelingen würde, da er einen Turm aufgeben musste, um nicht Matt gesetzt zu werden. Er setzte die Partie zwar fort, aber die Hoffnung darauf, dass sein Kontrahent noch patzen würde, war äußerst gering, was letztendlich auch nicht passierte.

Deutlich bessere Chancen auf einen Sieg hatte dagegen Bastian Röse, der nach dem Gewinn eines Bauern wenig später noch einen zweiten gewinnen konnte. Dafür musste er allerdings aufpassen, dass ein gegnerischer Freibauer nicht das Umwandlungsfeld erreicht, wobei ihm aufgrund sehr langsamer Spielweise kaum noch Zeit übrig blieb. Sein Gegenüber verfügte ebenfalls über sehr wenig Zeit auf der Uhr, weshalb beide Spieler zum Erreichen der Zeitkontrolle kaum mehr als die 30 Sekunden Aufschlagszeit pro  Zug nutzen konnten, wodurch beide Kontrahenten einige Gelegenheiten für bessere Züge verstreichen ließen. Nachdem der 40. Zug erreicht wurde, musste Hans-Martin Klein jedoch feststellen, dass seine Stellung mit zwei Bauern weniger nahezu hoffnungslos verloren war, woraufhin er aufgab.

Währenddessen hatte Markus Dosch leider einen Moment der Unkonzentriertheit, durch den er einzügig und ohne Kompensation eine Figur einstellte. Besonders schade ist dies deshalb, weil er bis zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Partie spielte. Er kam klar besser aus der Eröffnung und konnte im weiteren Verlauf seinen Gegner bis auf die Grundreihe zurückdrängen, wodurch er alle Freiheiten hatte, seinen positionellen Vorteil in materiellen Vorteil umzuwandeln. Dies gelang ihm jedoch nicht, dann stellte er die Figur ein. Ein Fehler, den sein Gegner konsequent bestrafte und in einen Sieg ummünzte.

Im letzten noch laufenden Spiel des Tages demonstrierte Joachim Münch einmal mehr, warum er diese Saison der Topscorer der Walldürner ist. Seine leichten Stellungsvorteile baute er Zug um  Zug weiter aus, wobei er währenddessen noch zwei Bauern gewinnen konnte. Daraus resultierte eine für seinen Gegner ausweglose Situation, da er nebst materiellem Nachteil auch eine sehr passive Stellung ohne Gegenspiel  hatte, was ihn zur Aufgabe bewegte.

Damit trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 4:4 Unentschieden, was, etwas überraschend, für die Walldürner mit vier Punkten zum Klassenerhalt reicht. Mit Eppingen und Wiesloch-Baiertal gibt es zwar zwei weitere Mannschaften mit vier Punkten, doch da diese sowohl weniger Brettpunkte holten als auch die schlechtere Berliner Wertung vorzuweisen haben, befindet sich der SK Buchen-Walldürn auf dem drittletzten Platz. Dieser Platz hätte durchaus auch noch einen Abstieg bedeuten können, doch da sich in Staffel 3 der Bereichsliga Nord mit der 2. Mannschaft des SK Sandhausen eine weitere Mannschaft mit vier Punkten und schlechterer Feinwertung befindet, reicht es für Buchen-Walldürn zum Klassenerhalt.

Damit geht eine spannende Saison zu Ende, in der Buchen-Walldürn mit etwas mehr Glück in der einen oder anderen Situation den Klassenerhalt schon wesentlich früher ins Trockene hätte bringen können. Nichtsdestotrotz wurde mit dem Verbleib in der Bereichsliga das ausgegebene Saisonziel erreicht, woran man vor dieser Begegnung nicht mehr so recht hatte glauben wollen.

 




Powered by Joomla!®. Valid XHTML and CSS.