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Mit Hilfe des Schachs formte ich meinen Charakter. Das Schachspiel lehrt vor allem, objektiv zu sein. Man kann nur dann ein großer Meister werden, wenn man sich seiner Fehler und Mängel bewusst wird - ist das nicht ganz so wie im Leben? (Alexander Aljechin)

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Am 9. und letzten Spieltag mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn nach Baiertal fahren, um dort gegen die Spielgemeinschaft aus Wiesloch und Baiertal anzutreten. Dabei befanden sich beide Mannschaften punktgleich auf den beiden letzten Plätzen und mit einem Sieg hätten beide Mannschaften noch gute Chancen, die Klasse zu halten. Um dies zu erreichen, stellten die Gastgeber sehr stark auf und waren auf dem Papier klarer Favorit.

Dies wurde an Spitzenbrett auch schnell deutlich, als Hans Leidecker schon aus der Eröffnungsphase heraus mit einer Qualität und einem Bauern weniger dastand, was der starke Sabahudin Hasecic dann auch problemlos zum Sieg vollendete.

Danach einigte sich Mannschaftsführer Stefan Dosch und Andreas Rein auf ein Remis, nachdem sein Gegner das von ihm gespielte Evans-Gambit zwar erfolgreich verteidigte und mit einem Mehrbauern dastand, dieses ihm aber nur unter Aufwendung von sehr viel Bedenkzeit gelang, was im weiteren Verlauf der Partie durchaus zu Probleme hätte führen können.

Eine äußerst spannende Partie fand am 7. Brett zwischen Reiner Bechtold und Dr. Werner Huber statt. Letzterer gab zunächst einen Bauern auf, um einen gefährlichen Königsangriff zu initiieren, opferte später dann noch eine Qualität. Die korrekte Verteidigung war zu keinem Zeitpunkt einfach, doch gelang es Reiner Bechtold, alle Drohungen abzuwehren. Seine starke Leistung krönte der Walldürner  dann durch ein Schachmatt mit Dame und Turm, was genau zum richtigen Zeitpunkt kam, denn sein Gegner drohte ebenfalls mit einem Matt im nächsten Zug, wobei dieses nicht mehr zu verteidigen gewesen wäre.

Nahezu zeitgleich einigte man sich an Brett 8 in einer wesentlich ruhigeren Begegnung auf ein Remis. Zwar erspielte sich Ronald de Swart eine etwas bessere Stellung, konnte aber zu keinem Zeitpunkt einen klaren Vorteil erzielen. Nachdem beide Parteien nur noch einen Turm und einige Bauern auf dem Spielfeld hatten, einigte man sich mangels realistischer Siegchancen zu Recht auf ein Unentschieden.

Damit stand es zwischenzeitlich 2:2 womit es auch weiterhin eine vollkommen offene  Begegnung war. Klare Tendenzen zu Gunsten einer Seite waren lediglich an Brett 6 auszumachen, da Bernhard Meixner einen Bauern im Rückstand war und sich zudem eher auf die Verteidigung seines Königs konzentrieren musste. Wenig später wurde allerdings klar, dass ihm dies nicht gelingen würde, da er einen Turm aufgeben musste, um nicht Matt gesetzt zu werden. Er setzte die Partie zwar fort, aber die Hoffnung darauf, dass sein Kontrahent noch patzen würde, war äußerst gering, was letztendlich auch nicht passierte.

Deutlich bessere Chancen auf einen Sieg hatte dagegen Bastian Röse, der nach dem Gewinn eines Bauern wenig später noch einen zweiten gewinnen konnte. Dafür musste er allerdings aufpassen, dass ein gegnerischer Freibauer nicht das Umwandlungsfeld erreicht, wobei ihm aufgrund sehr langsamer Spielweise kaum noch Zeit übrig blieb. Sein Gegenüber verfügte ebenfalls über sehr wenig Zeit auf der Uhr, weshalb beide Spieler zum Erreichen der Zeitkontrolle kaum mehr als die 30 Sekunden Aufschlagszeit pro  Zug nutzen konnten, wodurch beide Kontrahenten einige Gelegenheiten für bessere Züge verstreichen ließen. Nachdem der 40. Zug erreicht wurde, musste Hans-Martin Klein jedoch feststellen, dass seine Stellung mit zwei Bauern weniger nahezu hoffnungslos verloren war, woraufhin er aufgab.

Währenddessen hatte Markus Dosch leider einen Moment der Unkonzentriertheit, durch den er einzügig und ohne Kompensation eine Figur einstellte. Besonders schade ist dies deshalb, weil er bis zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Partie spielte. Er kam klar besser aus der Eröffnung und konnte im weiteren Verlauf seinen Gegner bis auf die Grundreihe zurückdrängen, wodurch er alle Freiheiten hatte, seinen positionellen Vorteil in materiellen Vorteil umzuwandeln. Dies gelang ihm jedoch nicht, dann stellte er die Figur ein. Ein Fehler, den sein Gegner konsequent bestrafte und in einen Sieg ummünzte.

Im letzten noch laufenden Spiel des Tages demonstrierte Joachim Münch einmal mehr, warum er diese Saison der Topscorer der Walldürner ist. Seine leichten Stellungsvorteile baute er Zug um  Zug weiter aus, wobei er währenddessen noch zwei Bauern gewinnen konnte. Daraus resultierte eine für seinen Gegner ausweglose Situation, da er nebst materiellem Nachteil auch eine sehr passive Stellung ohne Gegenspiel  hatte, was ihn zur Aufgabe bewegte.

Damit trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 4:4 Unentschieden, was, etwas überraschend, für die Walldürner mit vier Punkten zum Klassenerhalt reicht. Mit Eppingen und Wiesloch-Baiertal gibt es zwar zwei weitere Mannschaften mit vier Punkten, doch da diese sowohl weniger Brettpunkte holten als auch die schlechtere Berliner Wertung vorzuweisen haben, befindet sich der SK Buchen-Walldürn auf dem drittletzten Platz. Dieser Platz hätte durchaus auch noch einen Abstieg bedeuten können, doch da sich in Staffel 3 der Bereichsliga Nord mit der 2. Mannschaft des SK Sandhausen eine weitere Mannschaft mit vier Punkten und schlechterer Feinwertung befindet, reicht es für Buchen-Walldürn zum Klassenerhalt.

Damit geht eine spannende Saison zu Ende, in der Buchen-Walldürn mit etwas mehr Glück in der einen oder anderen Situation den Klassenerhalt schon wesentlich früher ins Trockene hätte bringen können. Nichtsdestotrotz wurde mit dem Verbleib in der Bereichsliga das ausgegebene Saisonziel erreicht, woran man vor dieser Begegnung nicht mehr so recht hatte glauben wollen.

 

Zum letzten Heimspiel der Saison empfing der SK Buchen-Walldürn die 4. Mannschaft des SC Eppingen zu einen womöglich vorentscheidenden Duell im Kampf um den Abstieg. Während sich Buchen-Walldürn vor der Begegnung auf Rang 7 noch knapp außerhalb  der Abstiegsränge befand, lag Eppingen auf dem letzten Platz, allerdings mit nur einem Punkt Rückstand auf Buchen-Walldürn.

Da auf dem Papier beide Mannschaften ähnlich stark aufstellten, konnte man sich eine spannende Begegnung versprechen.

Es dauerte knappe 3 Stunden, bis die erste Partie an Brett 4 durch die Niederlage von Bastian Röse zu Ende ging. Er musste sich dem ihm unbekannten Marshall-Angriffs erwehren, was ihm, unter Nutzung eines Großteils seiner Bedenkzeit, auch gut gelang. In einer weiterhin taktisch komplexen Stellung unterlief ihm dann allerdings ein Fehler, der ihn einen Turm ohne Kompensation kostete und zur Aufgabe bewegte.

Weitere Entscheidungen folgten im Minutentakt. An Brett 1 verlor Hans Leidecker unerwartet gegen Dr. Georgios Sengos. Nachdem die Partie über weite Teile ausgeglichen war, unterliefen dem Walldürner mehrere untypische Ungenauigkeiten, die den Partieverlust zur Folge hatten.

Direkt danach verlor Peter Kaiser in seinem ersten Mannschaftseinsatz seit 3 Jahren. Ohne Probleme gelang er in ein für ihn leicht vorteilhaftes Turmendspiel mit gleichfarbigem Läufer, wobei sein Gegner einen rückständigen Bauern sowie einen schwächeren Läufer hatte. Jedoch konnte er diese vielversprechende Ausgangssituation nicht nutzen und verlor nach Abtausch eines Turms und der Läufer einen Bauern und konnte anschließend gegnerischen Freibauern nicht mehr stoppen.

Darauf folgte die nächste Niederlage eines Walldürners durch Martin Frei und somit das zwischenzeitliche 0:4, was alle Hoffnungen, an diesem Tag mal wieder Punkte mit nach Hause nehmen zu können, zunichtemachte. Nachdem er schon in der Eröffnung einen Bauern opferte, dafür allerdings kein ausreichendes Gegenspiel erreichte, befand er sich schnell im Hintertreffen. Sein äußerst erfahrener Kontrahent ließ sich dies dann nicht mehr nehmen.

Für das Mannschaftsunentschieden hätten die restlichen 4 Partien allesamt zu Gunsten Buchen-Walldürns ausfallen müssen, was angesichts der Stellungen sehr unrealistisch war. Dennoch gelang Markus Dosch ein positiver Anfang, der sich kleine Vorteile erkämpfen konnte, dann allerdings das vermeintliche Remis durch Dauerschach nicht hätte verhindern können. Sein Gegner wollte sich allerdings nicht mit einem Remis zufrieden geben und vermied die Zugwiederholung, doch ihm unterlief direkt ein Patzer, der zum Verlust führte.

Später einigte sich Ronald de Swart mit seinem Gegner Jürgen Fischer auf ein Remis, nachdem das Endspiel für ihn, trotz Mehrbauers, eigentlich verloren war. Seine bis dahin gute Leistung konnte er leider nicht in einen vollen Punkt verwerten.

Danach folgte ein weiteres Remis an Brett 3 durch Stefan Dosch, der zwischenzeitlich ebenfalls einen Mehrbauern vorweisen konnte, jedoch aufgrund seiner schlechten Struktur eher im Nachteil war. Das entstandene Läuferendspiel bot für beiden Seiten Chancen auf einen Sieg, war allerdings sehr unklar und das Remis ging in Ordnung.

Die letzte Partie des Tages fochten Joachim Münch und Peter Noe aus. Auch hier wies der Walldürner einen Bauernvorteil auf und auch hier gelang es nicht, diesen Vorteil in einen vollen Punkt umzumünzen, da das entstandene Turmendspiel keine eindeutigen Siegchancen bot.

Mit dieser deutlichen 2,5:5,5-Niederlage ist der Abstieg Buchen-Walldürns zwar noch nicht besiegelt, die Chancen auf einen Klassenerhalt sind jedoch nur noch gering. Ein Sieg am letzten Spieltag gegen Wiesloch/Baiertal ist dafür Pflicht, wobei man zusätzlich noch auf Schützenhilfe anderer Mannschaften angewiesen ist.

 

Zur 7. Runde der Bereichsliga Nord Staffel 2 mussten die Spieler des SK Buchen-Walldürn gegen die 3. Mannschaft von Bad Mergentheim antreten. Da sich beide Teams mitten im Abstiegskampf befinden, würde für beide Seiten ein Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten.

Die Wichtigkeit dieses Spiels zeigte sich unter anderem dadurch, dass die Gastgeber ihre in dieser Saison bisher stärkste Aufstellung aufboten. Obwohl Buchen-Walldürn diesmal in voller Besetzung auswärts antreten konnten, waren sie angesichts der starken gegnerischen Aufstellung dennoch der leichte Außenseiter.

Dies bestätigte sich dann auch relativ früh in der Begegnung, da Ronald de Swart, der erst im Laufe der Saison nachgemeldet wurde und zu seinem ersten Einsatz für Buchen-Walldürn kam, an Brett 8 gegen Elena Brunkhardt verlor. Aufgrund fehlender Routine im Mannschaftskampf übersah er eine Taktik, die ihn einen Springer kostete. Diesen Nachteil konnte er gegen eine souverän agierende Gegnerin dann nicht mehr wettmachen.

Auch nicht besser machte es Markus Dosch, der gegen den erfahrenen Dr. Lew Lipstein schon in der Eröffnung Probleme mit der Konstellation seiner Figuren hatte, die sein Gegenüber auszunutzen wusste. Nach dem Verlust einer Qualität und eines Bauers war die Stellung nicht mehr zu halten und er gab sich geschlagen.

Danach endete das Duell am Spitzenbrett zwischen Hans Leidecker und Berthold Riegel, die sich in einem remislichen Turmendspiel wiederfanden. Vorher versuchten beiden Seiten in einer taktisch geführten Partie zu Vorteilen zu kommen, was aber keinem der beiden wirklich gelang, weshalb man sich zu Recht auf ein Remis einigte.

Ebenfalls Remis endete anschließend die Partie zwischen Stefan Dosch und Arinna Riegel an Brett 3. Beide Kontrahenten vermieden riskante Varianten und fanden sich nach diversen Abtauschen in einem Damenendspiel mit gleicher Anzahl an Bauern und vergleichbarer Bauernstruktur wieder, wodurch beide keine realistischen Gewinnideen mehr hatten.

Aus den letzten 4 noch laufenden Partien mussten für die Gäste somit mindestens 3 Punkte her, damit man an diesem Tag noch etwas Zählbares mit nach Hause genommen werden könnte. Die letzten Hoffnungen wurden dann allerdings schnell zunichte gemacht, da sowohl Martin Frei als auch Bernhard Meixner ihre Partien verloren und dadurch die Mannschaftsniederlage besiegelten.

Martin Frei verpasste es in einer Stellung mit entgegengesetzten Rochaden, konsequenter seinen Angriff auf den gegnerischen König auszuführen, um die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Stattdessen kam er selbst mehr und mehr in Bredouille, da auch sein Gegner Bernhard Schlosser seinen König unter Druck setzte und später dann durch einen Fehlzug des Walldürners zu klarem Vorteil kam.

Auch Bernhard Meixner hatte zwischenzeitlich eine sehr vielversprechende Stellung auf dem Brett, patzte dann allerdings bei einem Zug und schenkte seinem Gegner einen Läufer. Zwar war die entstandene Stellung noch nicht völlig hoffnungslos, doch angesichts seines  Aussetzers fiel es ihm danach schwer, sich auf die Partie zu konzentrieren, weshalb auch in dieser Begegnung kein Punkt für die Walldürner herauskam.

Joachim Münch und Bastian Röse konnten im Anschluss dann ihre Partien für sich entscheiden, mehr als Ergebniskosmetik war dies leider nicht mehr. Joachim Münch kam in der Eröffnung ein wenig unter Druck, konnte aber durch die nicht korrekte Fortführung seines Gegners zu zwei Bauern Vorteil kommen, was er später souverän in einen vollen Punkt ummünzte. In der Begegnung zwischen Bastian Röse und Charles-Roy Reiser griff der Bad Mergentheimer im Endspiel fehl und schlug einen vermeintlich ungedeckten Bauern. Er übersah jedoch den daraus resultierenden Verlust einer Qualität, weshalb das entstandene Endspiel aufgrund seiner  schlechten Bauernstruktur nur schwer zu halten war, was ihm auch nicht gelang.

Das Endergebnis lautete somit 3:5 aus Sicht der Walldürner, wodurch sie sich auf Platz 7 wiederfinden und von Bad Mergentheim, die ihrerseits nun 6. sind, überholt wurden. Die nächsten beiden Begegnungen finden gegen Eppingen und Wiesloch-Baiertal statt, die sich aktuell beide noch hinter Buchen-Walldürn auf den direkten Abstiegsplätzen befinden, wodurch man den Klassenerhalt weiterhin in der eigenen Hand hat.

Odenwald/Tauber. (do) Am Sonntag trat die Blitzelite der odenwälder Schachspieler in Mosbach an, um aufs Neue herauszufinden wer zurzeit der beste Zocker bei einer fünfminütigen Bedenkzeit ist. Gespielt wurden fünfzehn Runden, in den sich die Favoriten durchsetzen.

Adoccio Giampiero vom SC Mosbach erlaubte sich zwar zwei „Ausrutscher“ konnte aber die restlichen dreizehn Partien für sich entscheiden und darf somit ein Jahr lang den Titel des Bezirksblitzmeisters behalten. Ebenfalls eine gute Leistung zeigte Berthold Engel vom BG Buchen. Er verlor eine Partie mehr und wurde somit mit zwölf Punkte Vizemeister. Beide haben nun sich die Berechtigung erspielt auf der Badischen Blitzeinzelmeisterschaft antreten zu dürfen.

Geteilter dritter wurden Frank Zimmer vom SC Mosbach und Gabriel Hirsch vom BG Buchen. Sie verpassten mit nur einem halben Punkt weniger die Qualifikation für die nächste Ebene.

Auch Platz fünf teilen sich zwei Spieler. Dies waren Stefan Dosch vom SK Buchen/Walldürn und Markus Schwab vom SC Mosbach. In die Top Ten schafften es noch Arno Huth, ebenfalls vom SC Mosbach, mit 9 Punkten, Karlheinz Eisenbeiser vom BG Buchen, Bastian Röse vom SK Buchen/Walldürn mit jeweils 8,5 Punkten und Joachim Münch vom SK Buchen/Walldürn mit 8 Punkten. Dagegen verpassten Ulrich Armasow vom BG Buchen und Markus Dosch vom SK Buchen/Walldürn als nächstplatzierte nur knapp den Sprung, um unter die besten zehn zu kommen.

Anschließend ermittelten die Schachspieler noch ihre beste Blitzmannschaft im Bezirk. BG Buchen gewann mit dem Team Berthold Engel, Gabriel Hirsch, Karlheinz Eisenbeiser und Ulrich Armasow alle Mannschaftsspiele und sind somit Bezirksmannschaftsblitzmeister. Vizemeister wurde SK Buchen-Walldürn und qualifizierte sich mit den Spielern Stefan Dosch, Bastian Röse, Markus Dosch und Joachim Münch ebenfalls für die Badische Ebene. Dritter wurde der SC Mosbach.

 

Rang Name Punkte
1 Giampiero Adoccio 13  
2 Berthold Engel 12  
3 Frank Zimmer 11,5  
3 Gabriel Hirsch 11,5  
5 Stefan Dosch 10  
5 Markus Schwab 10  
7 Arno Huth 9  
8 Karlheinz Eisenbeiser 8,5  
8 Bastian Röse 8,5  
10 Joachim Münch 8  
11 Ulrich Armasow 7  
12 Markus Dosch 4  
13 Ruben Ziegler 2,5  
14 Ibrahim Cupina 2  
15 Christian Hörndlein 1,5  
16 Markus Janich 1  
       
Rang Mannschaft Ma.P Br.P
1 BG Buchen 4:0 5,5:2,5
2 SK Buchen/Walldürn 2:2 3,5:4,5
3 SC Mosbach 0:4 3:5

Am 6. Spieltag der Bereichsliga Nord Staffel 2 empfing der SK Buchen-Walldürn die Schachfreunde aus Steinsfurt. Die Gäste traten dabei mit ihrer Bestbesetzung an, weshalb sie als klarer Favorit in dieses Duell gingen.

Der Favoritenrolle wurden sie auch schnell gerecht, da Martin Frei gegen Stefan Butschbacher verlor. Beim Abtausch mehrerer Figuren übersah er einen Qualitätsverlust und verlor zudem einen Bauern, was sich sein spielstarker Gegner dann nicht mehr nehmen ließ.

Auch nicht besser lief es für Edgar Müssig in seinem ersten Einsatz in einem Mannschaftsspiel. Zwar konnte er seine Partie gegen Hans-Jürgen Müller lange offen gestalten und durch sein zügiges Spiel den Gegner ein wenig unter Druck setzen, doch unterliefen ihm im weiteren Verlauf ein paar kleinere Ungenauigkeiten, die sein im Mannschaftskampf wesentlich erfahrenerer Kontrahent auszunutzen wusste.

Der Rückstand wuchs durch die Niederlage von Markus Dosch weiter an. Mit den schwarzen Figuren konnte er in der französischen Verteidigung Druck auf den weißen Königsflügel ausüben, doch fand sein Gegner stets die korrekten Verteidigungszüge. Trotz zahlreicher Versuche fand der Walldürner keinen Gewinnweg, später konnte sein Gegner dann einige Figuren abtauschen und stand am Ende mit einem Mehrbauern und besserer Stellung da und münzte diesen Vorteil in einen weiteren vollen Punkt für die Gäste aus Steinsfurt um.

Die 4. Partie endete mit der 4. Niederlage für die Walldürner. An Brett 6 musste sich Reiner Bechtold mit dem starken Christian Jendel messen, der an diesem Tag auf dem Papier der zweitstärkste Spieler der Steinsfurter war und eine um über 600 Punkte höhere DWZ aufweisen konnte. Der Walldürner konnte die Partie lange ausgeglichen gestalten, doch wusste sein Gegner sein Läuferpaar im Endspiel gekonnt zu nutzen. Da es ihm zusätzlich gelang, zwei verbundene Freibauern zu erhalten, war es am Ende eine klare Angelegenheit.

Damit war für Steinsfurt das Mannschaftsunentschieden bereits gesichert, doch die Gastgeber gaben so schnell nicht auf.

Ein vielversprechender Anfang gelang Bastian Röse, dessen Gegner Benno Fuchs eine Läufergabel übersah, woraufhin er nicht nur einen Bauern verlor, sondern auch unter großen Druck geriet, weshalb ihm nur noch wenig Raum zum Manövrieren blieb. Dass beide Spieler mit wenig Zeit auf der Uhr zu kämpfen hatten, machte die taktisch komplizierte Stellung nicht gerade einfacher zu handhaben. Der Walldürner behielt jedoch einen kühlen Kopf, fand die korrekte Fortsetzung und zwang seinen Gegner so zur Aufgabe.

Die nächste Partie endete dann allerdings mit einem Unentschieden und besiegelte damit die Niederlage für Buchen-Walldürn. Am Spitzenbrett bot Hans Leidecker seinem Gegner stets Paroli, konnte sich jedoch zu keinem Zeitpunkt einen eindeutigen Vorteil erspielen. Nachdem er einen nicht ungefährlichen Angriff auf seinen König erfolgreich vereitelte, einigte man sich in ausgeglichener Stellung auf ein Remis.

Ein weiteres Remis folgte wenig später an Brett 3, wo Stefan Dosch zwar in einem Läuferendspiel einen Bauern im Vorteil war,  die auf beiden Flügeln geschlossene Stellung jedoch nicht öffnen konnte. Er versuchte es dennoch, stellte dem Gegner zudem eine Falle, doch behielt dieser den Überblick und  verteidigte alles souverän, weshalb das Remis nicht mehr zu verhindern war.

Die letzte noch laufende Partie kämpfte Joachim Münch an Brett 2 gegen Achim Jenisch aus. Durch einen gut durchdachten Angriff mit folgendem Figurenabtausch kam er zu zwei Mehrbauern, die allerdings am Königsflügel isoliert waren. Im resultierenden Endspiel mit Turm und Springer auf beiden Seiten musste er mehrmals aufpassen, nicht mattgesetzt zu werden, was ihm souverän gelang. Später konnte er dann die Springer abtauschen, woraufhin die entstandene Stellung für seinen Gegner nicht mehr zu halten war und aufgab.

Die Begegnung endete somit 3:5 aus Sicht von Buchen-Walldürn, was angesichts der höheren Spielstärke von Steinsfurt so auch zu erwarten war.

Die Tabelle nach dem 6. Spieltag zeigt eine Zweiklassengesellschaft. Auf Rang 5 und 6 stehen dort die beiden heutigen Kontrahenten, doch rangiert der SF Steinsfurt mit 8 Punkten auf Rang 5, der SK Buchen-Walldürn hingegen mit lediglich 3 Punkten auf Rang 6. Den Klassenerhalt hat man jedoch weiterhin selbst in der Hand, da die 3 noch verbleibenden Partien allesamt gegen Mannschaften aus der unteren Tabelle und somit direkten Konkurrenten um die Nichtabstiegsplätze stattfinden werden.

 

 

Zum 5. Spieltag der Bereichsliga Nord ging es für die Mannen vom SK Buchen-Walldürn erneut nach Heidelberg, um dort gegen den Tabellenführer Rohrbach-Boxberg anzutreten. Auch diesmal konnten nur 5 Spieler für die längere Fahrt begeistert werden, sodass alles andere als eine deutliche Niederlage gegen den ohnehin klar favorisierten Gegner äußert überraschend wäre.

Dennoch gelang den Gästen ein vielversprechender Auftakt, da Markus Dosch seinem Gegner im Mittelspiel durch einige geschickte Züge zuerst 2 Bauern abnahm, etwas später dann zusätzlich eine Qualität, woraufhin sein Gegner kaum noch Chancen auf einen für ihn positiven Partieverlauf hatte und aufgab.

Es blieb allerdings nur ein kurzer Hoffnungsschimmer. An Brett 1 kam Hans Leidecker gegen die starke Polina Zilberman mehr und mehr in Bedrängnis und fand keinen Weg, sich irgendwie aus der Umklammerung zu befreien. Als er dann durch eine Läufergabel eine Qualität verlor, gab er die ohnehin kaum noch zu rettende  Stellung auf. Dies bedeutete, dass der Gastgeber bereits die erforderlichen Punkte für ein Mannschaftsremis zusammen hatte. Die Situationen an den verbliebenen 3 Brettern ließ jedoch niemanden glauben, dass für die Walldürner heute irgendetwas zu holen sein würde.

Später wurde dann auch die endgültige Niederlage besiegelt, da Joachim Münch in einem für ihn sowieso schon leicht nachteiligen Endspiel einen Abzug mit daraus resultierendem Qualitätsverlust übersah, was ihn zur Aufgabe veranlasste.

Bei den letzten beiden Partien einigten sich sowohl Stefan Dosch als auch Bastian Röse daraufhin auf ein Remis, da das Mannschaftsergebnis bereits feststand und beide Stellungen absolut ausgeglichen waren.

 

Die deutliche 2:6-Niederlage ist aus Sicht der Walldürner durchaus zu verschmerzen, da Rohrbach-Boxberg als Tabellenführer die vermeintlich stärkste Mannschaft der Liga ist und man sich vorher kaum Chancen auf einen Punktgewinn ausgerechnet hatte. Die kommenden Partien werden daher wesentlich entscheidender für den potentiellen Klassenerhalt sein. 

Am 4. Spieltag der Bereichsliga Nord Staffel 2 empfing der SK Buchen-Walldürn den Tabellenzweiten aus Paimar, die in dieser Saison noch ohne Punktverlust geblieben sind. Vor der Begegnung rechneten sich die Walldürner, die die ersten 3 Spieltage allesamt Unentschieden spielten, wenige Chancen auf den 1. Saisonsieg aus, da Paimar in Bestbesetzung  eine Nummer zu groß ist. Da bei den Gästen etwas überraschend die beiden Spitzenbretter ausfielen, war ein Heimsieg dann doch im Bereich des Möglichen.  

Die Erwartungen erfuhren jedoch einen ersten Dämpfer, nachdem Markus Dosch gegen Holger Kuhn sich beim Abtausch mehrerer Figuren verrechnete und am Ende mit einem Springer weniger dastand. Diesen Vorteil gab Kuhn dann natürlich nicht mehr aus der Hand.

Der Ausgleich gelang wenig später durch Martin Frei, der sich schon in der Eröffnung materiellen Vorteil in Form zweier Bauern erspielen konnte und zudem den vollkommen offenen Damenflügel kontrollierte. Dem hatte sein Gegner nichts entgegen zu setzen, verlor weiter an Boden und gab schlussendlich auf.

Einen erneuten Rückschlag mussten die Walldürner ein wenig später durch die Niederlage Reiner Bechtolds hinnehmen, der in seiner Partie schon früh einen Bauern einstellte. Diesen konnte er zwar zwischenzeitlich zurückerobern, jedoch unterlief ihm darauf in einer taktisch geprägten Partie ein Fehler, den er nicht mehr beheben konnte und er verlor die Partie.

Nicht besser erging es leider dem Nachwuchstalent Simon Weber an Brett 8, der seinem erfahrenen Gegner Walter Hirsch lange Zeit die Stirn bieten konnte. In einer weitestgehend ausgeglichenen Stellung unterschätzte er jedoch den Angriff auf seinen König, was Hirsch dazu nutzte, mit Dame und Turm den weißen König ins Matt zu manövrieren.

Die nächste Partie endete am Spitzenbrett zwischen Hans Leidecker und Peter Martin mit einem Unentschieden. In einem ausgeglichenen Endspiel sah keiner der beiden einen realistischen Gewinnweg, weshalb man sich auf ein Remis einigte.

Der Zwischenstand lautete somit 1,5:3,5 aus Sicht der Walldürner, was bedeutete, das aus den letzten 3 noch laufenden Partien mindestens 2,5 Punkte erzielt werden mussten, um etwas zählbares aus dieser Begegnung mitzunehmen.

Einen vielversprechenden Anfang machte Joachim Münch an Brett 2, der eine komplexe Stellung durch zahlreiches Abtauschen korrekt vereinfachte und am Ende mit einem Mehrbauern dastand. Durch geschicktes  Zusammenspiel mit Springer und Turm konnte er seinen Kontrahenten, der mit Läufer und Turm dagegenhalten musste, immer weiter in Bedrängnis bringen und gewann dadurch einen weiteren Bauern, woraufhin sein Gegner resignierte.

An Brett 4 einigten sich Bastian Röse und Ralph Becker auf ein Remis, da beide Seiten nur noch ein Dauerschach als Option hatten. Die Partie von Anfang bis Ende ausgeglichen gewesen, weshalb sich beide mit diesem Unentschieden zufrieden geben konnten.

Nun lag es an Stefan Dosch, in der letzten noch laufenden Partie durch einen Sieg ein erneutes Unentschieden für Buchen-Walldürn zu erreichen. Lange Zeit sah dies sehr vielversprechend aus, da er in der Eröffnung einen Bauern gewinnen und seinen Springer + Läufer gegen Bauer + Turm eintauschte, was ihm einen klaren Bauernvorteil verschaffte, den er dazu nutzte, den Gegner mehr und mehr einzukesseln. Zwei weitere Bauern kamen aufgrund eines guten Angriffs hinzu und Dosch sah beinahe schon wie der sichere Sieger aus. Leider übersah er bei einem Abtausch ein Zwischenschach, wodurch er einen Turm kompensationslos einstellte. Da sein Gegner zudem über das Läuferpaar verfügte, war nun die Niederlage des Walldürners kaum noch abzuwenden. Zu seinem Glück ließ Arno Bieger dann einen Läufer einfach stehen, woraufhin eine ausgeglichene Stellung entstand, weshalb man sich auf ein Remis einigte.

 

Dies bildete den Schlusspunkt einer ereignisreichen Begegnung, bei der am Ende die Walldürner mit einer 3,5:4,5 Niederlage ohne Punkte dastehen. Die Niederlage dürfte jedoch verschmerzbar sein, da man sich vor der Begegnung sowieso keine Hoffnung auf einen Sieg gemacht hatte. 




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